Haspo hat noch Rechnung offen

Freundschaftlich ist die Stimmung, wenn der TSV Unterhaching mit Torjäger Johannes Borschel (links) und den Ex-Bayreuthern um Wilhelm Becker (rechts) bei Haspo gastiert. Die Rivalität auf dem Feld ist aber umso größer. Foto: Peter Kolb

Die kurze Faschingspause findet für Haspo Bayreuth (4.) heute um 19:30 Uhr im Schulzentrum Ost schon wieder ein Ende. Dann gastiert in der Herren-Bayernliga mit dem TSV Unterhaching (9.) ausgerechnet eines der Teams, das den Bracher-Schützlingen in der Hinrunde bereits ein Niederlage beibringen konnte. Die 22:25-Hinspielpleite ist nämlich einer der Gründe, warum sich Haspo bei sieben Punkten Rückstand auf Spitzenreiter HSC 2000 Coburg II kaum mehr Hoffnungen auf den ganz großen Coup machen darf.

Doch auch Unterhaching erlebte eine ordentliche sportliche Krise: Seit dem 34:31-Heimsieg gegen die TG Landshut (10.) am 24. Oktober letzten Jahres punktete der TSV mit Ausnahme des 31:25 in Haunstetten (8.) nur noch gegen die Kellerkinder und musste sich beim direkten Konkurrenten HC Sulzbach-Rosenberg sogar mit einem ernüchternden 21:21 zufrieden geben. Zwischenzeitlich schrumpfte der Vorsprung auf den wahrscheinlich ersten Abstiegsplatz zwölf dann auf bedrohliche drei Zähler, was auch Trainer Marco Müller zum Verhängnis wurde. Müller musste gehen und unter Interimscoach Gregor Christoforis setzte es gleich den überlebenswichtigen 41:30-Derbysieg gegen den abgeschlagenen Vorletzten TSV Allach. Zuletzt boten die Münchner dann sogar dem Tabellenführer Coburg lange Zeit Paroli, führten zur Pause 15:14, um am Ende aber doch noch recht deutlich 27:33 den Kürzeren zu ziehen.

Mit dem Top-Torschützen

Dennoch kommt die derzeitige Tabellensituation der Oberbayern doch recht überraschend, hat man doch einen Kader zur Verfügung, der durchaus in der Lage sein sollte, im gesicherten Mittelfeld mitzuspielen. In Kreisläufer Johannes Borschel, der Haspo im Hinspiel zehn Treffer einschenkte, verfügt der TSV sogar über den aktuellen Toptorjäger der Liga. Mit seinen 117 Einschüssen führt er auch die interne Torschützenliste mit weitem Abstand vor dem Ex-Bayreuther Thomas Schibschid (62) an. Vom Spielmacher und Linksaußen profitiert nicht nur Borschel am Kreis, sondern auch der groß gewachsene Mathias Salger. Er soll für einfache Tore aus dem Rückraum sorgen und ist zudem in der Abwehr kaum zu ersetzen. Freuen darf sich das Bayreuther Publikum auch auf das Wiedersehen mit einem weiteren Ex-Bayreuther. Der Linkshänder Wilhelm Becker (39 Tore) sorgt in Unterhaching nach wie vor für Gefahr aus dem rechten Rückraum und beweist dabei auch immer wieder ein gutes Auge für seine Nebenleute.

„Angesichts des Hinspielergebnisses muss ich meine Jungs wohl kaum motivieren“, macht Haspo-Trainer Mathias Bracher aus seinen Revancheplänen kein Geheimnis und fügt an: „Wir haben in dieser Saison gerade defensiv schon viele gute Spiele gezeigt und daran müssen wir gegen die offensivstarken Unterhachinger dringend anknüpfen.“ Allerdings muss der Trainer womöglich auf gleich vier Spieler verzichten. Hinter den Einsätzen von Michael Neumaier (Armverletzung), Steffen Berghammer (Erkältung) und Matthäus Woitaschik (Beinverletzung) stehen noch größere Fragezeichen, womit erneut die junge Haspo-Riege gefordert sein könnte. Sicher fehlen wird auch weiterhin Torwart Alexander Wittmann wegen eines Muskelfaserrisses.

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