Haspo-Damen: Trainerwechsel vor dem Start

Mit Selbstironie geht Mario Malovetz (links) an seine neue Aufgabe heran. „Ich bin der Trainer“, stand beim Amtsantritt auf seinem Shirt, sozusagen als Orientierungshilfe für die Haspo-Damen. Und darunter eine erste Dienstanweisung: „Um Zeit zu sparen, nehmen wir einfach an, dass ich immer Recht habe.“ Foto: Peter Mularczyk

Nur eine Woche vor dem Saisonstart in der 3. Bundesliga Ost haben die Damen von Haspo Bayreuth einen neuen Trainer: Der nach dem Ende der Vorsaison als Nachfolger von Thomas Hankel verpflichtete Andreas Trabold hat aus beruflichen Gründen vor dem Zeitaufwand kapitulieren müssen und wurde durch Mario Malovetz abgelöst.

Der neue Coach kommt vom TSV Friedberg, wo er seit über 30 Jahren in verschiedenen Funktionen an der Abteilungsorganisation beteiligt ist. Seinen Trainer-B-Schein setzt der 49-Jährige bei seinem Heimatverein aber nicht so gerne ein: „Ich bin dort in so vielfacher Weise eingebunden, dass es nur zu unnötigen Verwicklungen führen würde, wenn ich als Trainer erfolglos wäre und man sich von mir trennen müsste.“ Umso vielfältiger sind seine Stationen im Augsburger Umland: Männer, Frauen (darunter die Bayernligisten Haunstetten und Taufkirchen), Nachwuchs und zuletzt Beachhandball beim BHC Königsbrunn – Malovetz hat nichts gegen neue Herausforderungen: „Ich gehe immer mit der Einstellung heran: Das kriegen wir schon hin.“

Michaela Lehnert als Co-Trainerin

Dieser Optimismus kann nicht Schaden bei der neuen Aufgabe. Schließlich hat der neue Trainer kaum Zeit bis zum Saisonstart seines Teams am kommenden Sonntag bei HC Leipzig II. „Als Erstes muss man fragen, was die Leute schon gut können, und das dann erst mal möglichst gut machen“, beschreibt er seinen Ansatz. „Ich kann ja nicht sagen, wir spielen jetzt den Mario-Stiefel, wenn das gar nicht zu den Leuten passt. Wenn wir in den ersten Spielen erfolgreich sind, dann hat das weniger mit mir zu tun, als mit der Vorarbeit von Andreas Trabold.“ Auch taktisch geht es Malovetz zunächst um Grundlagen: „Erste Aufgabe ist es, den Gegner einzudämmen. Das ist es, womit man am ehesten Erfolg haben kann. Erst im zweiten Schritt gilt es dann, das eigene Spiel zu finden.“ Allerdings kennt er die Liga noch gar nicht: „Da wartet viel Arbeit mit Videos.“ Unterstützt wird Malovetz von Ex-Spielerin Michaela Lehnert als Co-Trainerin, die auch eine Trainingseinheit pro Woche selbstständig leiten wird.

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