Haspo-Damen: Rätsel vor dem Start

Heimatbesuch: Kaum jemand dürfte sich im Haspo-Team so auf den Start in Leipzig freuen wie Loraine Hellriegel. Schließlich ging die Linkshänderin aus der Talentschmiede des Deutschen Ex-Meisters hervor und hat sich sogar mit einem Treffer in der Champions League verewigt. Foto: Peter Kolb/Archiv

Für Haspo Bayreuth beginnt die dritte Saison in der 3. Bundesliga Ost der Damen. Nach einem souveränen und einem glücklichen Klassenerhalt erscheint eine Prognose über die Aussichten diesmal schwerer denn je. Und der Start am Sonntag um 13 Uhr beim HC Leipzig II gibt sogar noch ein paar zusätzliche Rätsel auf.

Nach den Erfahrungen der letzten Jahre gehört nämlich die zweite Mannschaft des Bundesligisten und Champions-League-Teilnehmers zu den am schwersten einzuschätzenden Gegnern. „Klar ist, dass Leipzig mit seinem Handballinternat immer ein großes Kontingent an Talenten haben wird“, sagt Haspo-Trainer Mario Malovetz. Die Frage sei nur, wer aktuell auch tatsächlich zum Einsatz kommt: „Wir werden uns das beim Aufwärmen genau anschauen und dann vielleicht noch die Taktik danach ausrichten.“ Das nur drei Stunden später angesetzte Bundesligaspiel HC Leipzig – HSG Blomberg-Lippe könnte möglicherweise ein kleiner Vorteil sein: „Vielleicht können sie deswegen nicht sämtliche Möglichkeiten ausschöpfen.“ Kandidatinnen für einen Einsatz in beiden Teams der Sachsen sind Juniorennationalspielerin Nele Reimer im Rückraum und die erst 16 (!) Jahre alte Rechtsaußen Julia Weise. Beide standen beim missglückten Bundesligastart (30:33 beim Neuling Neckarsulmer SV) im Aufgebot.

Hauptsächlich befasst sich der Haspo-Trainer aber mit seiner eigenen Mannschaft, nachdem er das Amt ja erst vor einer guten Woche übernommen hat. „Wir sind auf einem ganz guten Weg“, fasst Malovetz seine bisherigen Eindrücke zusammen. „Noch sind wir beim Analysieren, aber wir hatten gute Trainingseinheiten; auch mit dem nötigen Spaß, der vielleicht zuvor ein wenig gefehlt hatte.“ Keinerlei Zweifel hat er an der Motivation seines neuen Teams: „Die wollen alle unbedingt zeigen, was sie können.“ Er sehe sich derzeit noch eher in einer moderierenden Rolle: „Meine Aufgabe ist es, dass der Druck für die Mädels nicht zu groß wird.“

Zwei langfristige Ausfälle

Allerdings sind die personellen Voraussetzungen nicht optimal Jugend-Nationalspielerin Sara Mustafic fehlt wegen ihres Handbruchs aus der Vorsaison wohl noch bis Ende Oktober, Zweitliga-Neuzugang Kristin Gärtner wegen einer Schulteroperation gar bis zum Jahreswechsel. Torhüterin Andrea Schewetschek fehlte krankheitsbedingt beim Training, sollte aber einsatzbereit sein. Die letztjährige Torjägerin Jana Lichtscheidel kommt direkt aus dem Urlaub zum Spiel. Sie kennt den Trainer noch gar nicht.

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