Haspo-Damen plagt die Personalnot

So langsam wird es eng mit dem Personal: Haspo-Trainer Thomas Hankel klagt über viele angeschlagene Spielerinnen. Foto: Peter Kolb

Nach einem erneuten spielfreien Wochenende müssen sich die Damen von Haspo Bayreuth in der 3. Bundesliga Ost auf ein weiteres wichtiges Spiel konzentrieren. Am Sonntag um 16.30 Uhr in der Arena Leipzig treffen sie auf die zweite Mannschaft des Bundesligisten HC Leipzig, die dank ihres Einsatzes in der Jugend-Bundesliga im Spielrhythmus bleiben konnte.

Genau den haben die Bayreutherinnen seit dem Jahreswechsel noch nicht so recht gefunden. „Uns fehlt seit geraumer Zeit im Training regelmäßig mindestens eine komplette Sieben“, umschreibt Haspo-Coach Thomas Hankel die derzeit unbefriedigende Trainingssituation. „Ausgerechnet zu einer Zeit mit vielen wichtigen Spielen für den Klassenverbleib kommen zu berufsbedingten Abwesenheiten noch Krankheiten und Verletzungen dazu.“ Mit Sonja Körber (krank), Michaela Lehnert (Fuß), Loraine Hellriegel (Rücken), Kim Koppold (Beruf), Laura Fischer (Beruf) und Lena Mergner (Urlaub) sind es auch nicht gerade unwichtige Spielerinnen, die nicht zur Verfügung stehen.

Zwar freut sich Hankel über die Entwicklung der jungen Spielerinnen wie Kristina Hall, Tanja Küffner, Sara Mustafic und Rückraumspielerin Jana Lichtscheidel („Die war zuletzt mit sieben Toren und acht Assists bereits gefährlichste Angreiferin.“), aber: „An eine sinnvolle Spielvorbereitung ist trotz allen Einsatzes der Verbliebenen im Team kaum zu denken.“

Appell an Kampfgeist

So muss der Trainer in erster Linie einmal mehr den Kampfgeist seines Teams beschwören. Schließlich ist trotz des derzeitigen Abstiegsplatzes nach der schmerzlichen Heimniederlage gegen den Tabellennachbarn HSG Osterode (21:26) das rettende Ufer nicht weit entfernt. Mit einem Sieg in Leipzig könnten die Bayreutherinnen in der dicht gedrängten Tabelle gleich bis zu drei Plätze nach oben klettern. Dafür müssen sie sich auf eine temporeiche Partie gegen einen technisch versierten und manchmal etwas ungestümen Gegner einstellen. Im Gegensatz zum Hinspiel (28:28) und zum gesamten Dezember müssen die Sachsen diesmal ohne Verstärkungen aus dem Bundesliga-Kader auskommen, der zeitgleich in Buxtehude antreten muss.

Das lässt die Aufgabe durchaus lösbar erscheinen, wie zum Jahresauftakt das Schlusslicht Halle mit einem 31:26-Erfolg bewiesen hat. „Aber wir tun gut daran, uns auf uns selbst zu konzentrieren“, mahnt Hankel, dass vor allem die Zahl der individuellen Fehler deutlich geringer ausfallen muss als zuletzt. „Wenn wir es schaffen, das Leipziger Konterspiel nicht zur Entfaltung kommen zu lassen und hier gleichzeitig selbst wieder effektiver sind, haben wir eine Chance.“

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