Haspo-Damen fahren mit roter Laterne heim

Auch wenn Trainerin Michaela Lehnert (vorne links) beschwichtigt: Die Mienen bei den Haspo-Damen sind finster. Foto: Peter Kolb

Auch im Kellerduell der 3. Bundesliga Ost hat sich für die Damen von Haspo Bayreuth die Hoffnung auf das zweite Erfolgserlebnis der Saison nicht erfüllt. Beim zuvor punktgleichen Schlusslicht HG Zirndorf unterlagen sie mit 20:22 (12:11) und mussten daher die Heimfahrt mit der roten Laterne antreten.

Der Klassenerhalt war im Haspo-Lager ohnehin nur noch theoretisch ein Thema, aber jetzt wird es in den verbleibenden fünf Spielen sogar schwer werden, die Saison nicht als Tabellenletzter abzuschließen.

Dabei sah es in der ersten Halbzeit über weite Strecken gar nicht schlecht aus für die Bayreutherinnen. Obwohl die Mannschaft von Trainerin Michaela Lehnert wie befürchtet berufsbedingt auf die einzige einsatzfähige Linkshänderin Loraine Hellriegel verzichten musste, kam sie vielversprechend aus den Startlöchern. Gegen die nicht sehr wurfgewaltigen Zirndorferinnen war die HaSpo-Abwehr defensiver eingestellt und fuhr damit sehr gut. Außerdem wurde die eigenen Angriffe geduldig zu Ende gespielt. Nur die Chancenverwertung ließ anfangs zu wünschen übrig „Wir sind wirklich super gestartet, aber es hätte eben nicht nur 3:0 für uns stehen müssen, sondern eher 7:0“, klagte Lehnert nach dem Spiel.

Klare Führung bis kurz vor der Pause

So blieb die HG Zirndorf im Spiel. Angetrieben durch die einzige wirklich durchschlagskräftige Rückraumspielerin Martina Raab auf der rechten Seite, kam der Neuling schnell wieder zum 5:5-Ausgleich (10.). Haspo blieb aber dennoch am Drücker. Kristina Hall und Mona Friedrich ersetzten die fehlenden Linkshänderinnen auf der Rechtsaußenposition abwechselnd gut, und die Abwehr stand weiterhin sattelfest. So schienen die Bayreutherinnen nach dem kurzen Tief beim zwischenzeitlichen 11:7 (23.) erneut auf einem guten Weg zum zweiten Saisonsieg zu sein. Stattdessen riss nach dem 12:8 (28.) jedoch der Spielfaden komplett, und Zirndorf konnte nach drei Toren in Folge mit dem Gefühl in Pause gehen, das Spiel schnell wenden zu können.

Dieser Stimmungsumschwung verstärkte sich noch nach dem Wiederbeginn. „Wir waren direkt nach Seitenwechsel sichtlich verunsichert und haben daher zu viele technische Fehler produziert“, erklärte Michaela Lehnert. Da zudem die einheimische Torhüterin Franziska Ruzicka zu starker Form auflief, glichen die Gastgeberinnen zum 13:13 aus (34.) und legten gleich noch drei Tore nach. Zwar blieb die Moral im Haspo-Team ungebrochen, und Laura Brahm gelang sogar noch einmal der Ausgleich zum 18:18 (49.), aber danach sorgte eine Zirndorfer 4:1-Serie zum 22:19 (57.) für eine Vorentscheidung.

Statistik

HG Zirndorf: Ruzicka – Kammerer (2), Leschke (4/4), A. Pröpster, Kleinert (1), Schmidt (3), S. Pröpster (1), Matlock (2), Raab (7), Häberer (2).

Haspo Bayreuth: Benz, Bauer – Lindner, Kerling (1), Hall (1), Fischer (1), Mustafic, Lichtscheidel (7/3), Brahm (3/1), Friedrich (4), Renner (2), Glowienka (1).

SR: Drechsler (Fürstenfeldbruck), Hutner (Dietmannsried); Strafminuten: Zirndorf 2, Bayreuth 4.

Stationen: 0:3 (4.), 5:5 (10.), 7:8 (19.), 7:11 (23.), 8:12 (28.), 11:12 (Halbzeit), 13:13 (34.), 16:13 (41.), 16:16 (46.), 20:18 (54.), 22:19 (58.), 22:20 (Ende).

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