Haspo-Damen beweisen Entwicklungsprozess

Auf die Durchschlagskraft von Kim Koppold konnten sich die Haspo-Damen auch ohne Haftmittel verlassen. Elf Treffer trug die Torjägerin bei. Foto: Peter Kolb

Viel hatten sich die Damen von Haspo Bayreuth (7.) für ihren Rückrundenauftakt in der Bayernliga bei der HG Zirndorf (6.) vorgenommen, und das gelang ihnen auch. Ohne das gewohnte Haftmittel schafften sie die Revanche für die 23:26-Heimniederlage im Hinspiel und stellten durch einen überzeugenden Auswärtssieg mit 28:26 (15:10) den Entwicklungsprozess seit dem Saisonstart unter Beweis.

„Wir haben heute sehr viel richtig gemacht“, war Trainer Matthias Starz dann auch voll des Lobes. „Im Angriff haben wir geduldig bis zur klaren Torchance gespielt und uns auch vom fehlenden Haftmittel nicht verunsichern lassen. Unsere Abwehr stand über weite Strecken sehr gut und Hanna Bauer im Tor hat die Zirndorferinnen zur Verzweiflung getrieben.“

Der Sieg war jedoch ein hartes Stück Arbeit. Die Bayreutherinnen erwischten den besseren Start. Dem sehenswerten 1:0 durch Laura Opitz nach nicht einmal 20 Sekunden folgte zwar postwendend der Ausgleich, doch in der Folge waren es vor allem die Paraden von Bauer, die Haspo davonziehen ließen. Beim 9:5 (16.) durch Lena Eckert betrug der Vorsprung erstmals vier Tore. Eine Minute vor der Halbzeit erzielte Elena Kerling das 15:10, und mit dem Pausensignal parierte Bauer auch den zweiten Strafwurf der HG.

Vorsprung schmilzt von sieben Toren auf eines

Nach der Pause waren es zunächst wieder die Bayreutherinnen, die präsenter wirkten und sich zeitweise einen Sieben-Tore-Vorsprung heraus spielten. Dann drehten aber die Mittelfranken auf und kamen beim 20:23 (45.) erstmals wieder gefährlich nahe. Das Bayreuther Trainerduo Starz/Rockenmayer reagierte mit einer Auszeit. Daraufhin fand das Team wieder in die Spur und hielt den Vorsprung bis zum 26:23 (55.). Ein Fehler im Angriff ermöglichte den Gastgeberinnen jedoch zwei schnelle Tore, und so wackelte Haspo beim 26:25 (56.) ordentlich. Nun war es die mit elf Toren einmal mehr überragende Kim Koppold, die mit dem 27:25 vier Minuten vor Schluss die Weichen auf Sieg stellte. Zwar kam die HG ein weiteres Mal auf ein Tor heran, doch die junge Bayreuther Mannschaft ließ sich davon nicht mehr verunsichern und setzten mit dem 28:26 durch Kreisläuferin Jessica Peter zwölf Sekunden vor dem Ende der Partie den Schlusspunkt.

„Unsere Mannschaft hat in der Schlussphase bewiesen, dass sie mit Druck umgehen kann“, freute sich daher auch Co-Trainer Felix Rockenmayer. „Das war in dieser Saison nicht immer so.“

Haspo Bayreuth: Bauer, Goetjes – Neeser, Kutzschmar, Lindner, Kerling (2), Hall, Peter (5), Schmidt, Opitz (1), Eckert (1), Koppold (11), Schubert (5), Duchon (3).

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