Haspo bei gefährlichem Aufsteiger

Energisch durchsetzen mussten sich die Bayreuther Yannik Meyer-Siebert (Mitte), um das Heimspiel gegen den TSV Rothenburg mit 24:21 für sich entscheiden zu können. Foto: Peter Kolb

Das Jahr 2018 ist für Haspo Bayreuth (2.) in der Männer-Bayernliga bislang eines zum Vergessen. Die Bilanz von zwei Niederlagen aus den ersten beiden Spielen liegt der ansonsten doch recht erfolgsverwöhnten Mannschaft der beiden Trainer Michael Werner und Marc Brückner wohl schwer im Magen. Diese Misere soll nun am Samstag um 20 Uhr im Gastspiel beim bereits etablierten Aufsteiger TSV Rothenburg (9.) endlich enden.

Nach der bitteren 27:28-Auswärtsniederlage gegen die abstiegsbedrohte TG Landshut (12.) wäre ein Sieg auch wichtig für das angekratzte Selbstvertrauen der jungen Mannschaft. Als sich beide Mannschaften am zweiten Spieltag der laufenden Saison in der Bayreuther Uni-Halle gegenüberstanden, war die sportliche Welt für Haspo noch in Ordnung. Erwartungsgemäß besiegten die Oberfranken damals den Liganeuling mit 24:21, wobei man zwischenzeitlich gar mit 20:13 führte. Ein Rothenburger Spieler bereitete der Bayreuther Abwehr aber schon damals relativ große Probleme. Nedim Jasarevic war mit sieben Treffer Toptorschütze seiner Mannschaft und sorgte am Ende für ein durchaus achtbares Resultat.

Genau diesem auf Rückraumlinks und Rückraumrechts einsetzbaren Leistungsträger hat es der TSV im bisherigen Saisonverlauf auch zu verdanken, dass man aktuell als Aufsteiger relativ sorgenfrei im gesicherten Mittelfeld der bayerischen Königsklasse liegt. Mit 99 Saisontoren ist der ehemalige bosnische Jugendnationalspieler sogar zweitbester Torschütze der gesamten Bayernliga und muss sich dabei nur hinter dem bärenstark auftrumpfenden Steffan Meyer (120 Tore) vom Spitzenreiter TV Erlangen-Bruck einreihen. Ein weiterer wichtiger Eckpfeiler der Mannschaft um den slowakischen Trainer Csaba Szücs ist Torwart Andreas Amann, der schon im Hinspiel mit einigen sehenswerten Paraden eine deutlichere Niederlage seiner Mannschaft verhinderte.

Zuletzt drei Siege aus vier Spielen

So verwunderte der letzte, kleine Rothenburger Zwischenspurt auch nicht wirklich. Einmal abgesehen von der fast zu erwartenden deutlichen 28:37-Auswärtsschlappe bei Spitzenreiter TV Erlangen-Bruck am vergangenen Wochenende, holte der TSV nämlich starke drei Siege aus vier Spielen. Dabei hielten die Tauberstädter mit dem 29:24-Heimsieg gegen die DJK Rimpar II (10.), dem 26:21-Auswärtssieg beim TSV Lohr (8.) sowie dem 30:27-Heimerfolg gegen den TSV Ismaning (13.) gerade die direkten Konkurrenten ordentlich in Schach.

Damit erwartet Haspo Bayreuth nach den Auswärtsniederlagen in Erlangen-Bruck und Landshut auch im dritten Gastspiel in Folge wohl die nächste Gefahr für einen Ausrutscher, zumal man wohl nicht in Bestbesetzung nach Rothenburg reisen kann. Linksaußen Sven Goeritz und Rückraumrechts Lars Baldauf drohen, wie schon zuletzt in Landshut, verletzungsbedingt auszufallen. „Die Voraussetzungen sind für uns ähnlich wie vor dem Landshut-Spiel“, weiß daher auch Trainer Marc Brückner. „Wir werden auf einen hoch motivierten Gastgeber treffen, der unbedingt Punkte für den Klassenerhalt benötigt. Wenn wir da nicht von der ersten Minute an dagegenhalten, erwartet uns gleich die nächste, böse Überraschung.“

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