Hart erkämpfter Sieg Haspo-Herren mühen sich bei Neuling Eichenau zu 29:24

Mit sechs Treffern war Sven Goeritz (rechts) bester Haspo-Torschütze beim Sieg in Eichenau. Foto: Peter Kolb

HANDBALL. Mit nur neun etatmäßigen Feldspielern und einem, wie schon in der vergangenen von Verletzungen verseuchten Saison, aushelfenden Spielmacher Thomas Bader (der jedoch nicht eingreifen musste) wurde Haspo Bayreuth (4.) der Favoritenrolle in der Herren-Bayernliga beim Aufsteiger Eichenauer SV letztendlich beim 29:24 (12:10)-Auswärtssieg doch noch gerecht.

Bis zum 22:20 (48.) war der hartnäckig kämpfende Gastgeber aber nicht abzuschütteln, ehe die Mannschaft der beiden Trainer Michael Werner und Marc Brückner den achten Saisonsieg am elften Spieltag doch noch souverän unter Dach und Fach brachte.

„Gerade zu Beginn war das Niveau teils unterirdisch“, analysierte Brückner nach Spielschluss. „Da haben beide Mannschaften reihenweise Bälle weggeschmissen, wodurch das Spiel eher einer Intervalleinheit glich. Zum Glück haben wir uns dann aber relativ schnell gefangen und nach unserer Abwehrumstellung ins Spiel gefunden.“ Tatsächlich waren die Anfangsminuten eher unansehnlich. Aus den zahlreichen technischen Fehlern resultierte dann auch die einzige Eichenauer Führung des gesamten Spielverlaufs beim 2:1 (6.), ehe sich Haspo immerhin im Angriff fing und spätestens beim 10:7-Vorsprung (18.) auch in die Partie gefunden hatte. Ausschlaggebend für die deutliche Steigerung im Bayreuther Spiel war nicht zuletzt die Abwehrumstellung. Die ansonsten so starke, aber an diesem Tag lethargisch wirkende und dadurch einfach auszuspielende 3:2:1-Deckung wurde zu einer 5:1-Abwehr, die sich auf Rückraumlinks Christian Lieb (4 Tore) konzentrierte. Dadurch stabilisierte sich dann auch das gesamte Haspo-Spiel und gerade Lars Baldauf trug mit guten Abwehraktionen zur positive Wende bei. Da sich die Oberfranken zudem auf Torwart Robin Hennig als starken Rückhalt verlassen konnten und Rückraumlinks Florian Funke sowie der treffsichere Linksaußen Sven Goeritz für wichtige Entlastung im Angriff sorgte, enteilte Haspo nach Wiederbeginn scheinbar sicher auf 20:14 (42.).

Eine weitere Schwächephase machte das Spiel dann durch einen 2:6-Lauf beim 22:20 (48.) jedoch wieder unnötig spannend. „In dieser Phase waren wir uns wohl schon zu sicher“, ärgerte sich Brückner. „Wir hatten dann aber einige Überzahlsituationen, die uns zurück in die Erfolgsspur gebracht haben und haben in der Abwehr wieder einige Ballgewinne generieren können.“

Eichenauer Trainer sieht Rot

Damit sprach der Trainer vor allem die Eichenauer Undiszipliniertheiten zu diesem Zeitpunkt an. So handelte sich der Eichenauer Coach in dieser spielentscheidenden Phase nicht nur Gelb und sofort auch eine Zwei-Minuten-Zeitstrafe wegen Meckerns ein (47.), sondern beruhigte sich danach immer noch nicht und musste wenig später sogar noch mit Rot die Bank verlassen (52.). Da sich Haspo dann auch keine Fehler mehr leistete und am Ende mit nur zehn Ballverlusten bei zwölf Ballgewinnen eine gute Bilanz vorweisen konnte, war das Spiel beim 26:22 (54.) vorentschieden.

Marc Brückner war nach Spielschluss erleichtert: „Letztes Jahr hätten wir dieses Spiel vielleicht noch aus der Hand gegeben. Daher bin ich froh, dass die Mannschaft wieder einen Schritt nach vorne gemacht hat und ab jetzt können wir uns auch auf die tolle Herausforderung gegen Bad Neustadt am Samstag freuen.“ ⋌berg

Haspo Bayreuth: Hennig (9 Paraden), Brückner – Nicola (2 Tore), Baldauf, Herrmannsdörfer (4), Bader, Funke (4), Saborowski (5/1), Elschner (3), Meyer-Siebert (4/1), Goeritz (6), Klenk (1).

 

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