Gründerzentrum Stadtrat stimmt Projekt an der Uni zu

BAYREUTH. Das Konzept steht, der Standort ist gefunden und der Stadtrat hat in seiner Sitzung am Mittwoch seine Zustimmung erteilt. An der Universitätsstraße, nahe der Einfahrt zur Uni, wo jetzt noch ein Lärmschutzwall steht, soll ein Regionales Innovations- und Gründerzentrum entstehen. Auch die voraussichtlichen Kosten wurden schon ermittelt: Rund 15 Millionen Euro soll das Gründerzentrum kosten.

Der angekündigte Stellenabbau der Firma British American Tobacco (BAT) am Standort Bayreuth hatte 2016 den Impuls gegeben, über ein Gründerzentrum nachzudenken. Stadt, Universität und Wirtschaftskammern griffen die Idee in einem gemeinsamen Strukturprogramm auf. Die bayerische Staatsregierung nahm das Projekt in den Nachtragshaushalt 2018 auf.

Im Oktober 2017 wurde das Betriebswirtschaftliche Forschungszentrum für Fragen der mittelständischen Wirtschaft (BF/M) damit beauftragt, ein Konzept für ein Regionales Innovations- und Gründerzentrum zu erarbeiten, das Prof. Daniel Baier, Inhaber des Lehrstuhles für Betriebswirtschaftslehre XIV, in der Stadtratssitzung vorstellte.

Zwei Szenarien habe Baier und seine Mitarbeiter erstellt: Ein reines Gründungszentrum, das in einem dreistöckigen Gebäude untergebracht werden könnte, und, Szenario Nummer zwei: Ein Innovations- und Gründerzentrum, für das es ein Gebäude mit fünf Stockwerken bedürfe. Vorteil der zweiten Variante: Es geht über ein reines Gründerzentrum hinaus, weil es auch als Schnittstelle mit der regionalen Wirtschaft genutzt werden soll. „Die Ausrichtung dieses Zentrums ist eine doppelte: Innovation und Gründerzentrum“, betonte Baier. In einem Kurzbericht zum mehr als 50 Seiten umfassenden Konzeptes ist zu lesen, dass „neben der gezielten Förderung von Startups auch die Unternehmen der Region bei ihren Innovationsvorhaben unterstützt werden“ sollen. Eine Befragung ausgewählter Unternehmen durch das BF/M habe ergeben, dass zwischen Startups, Unternehmen und Hochschulangeboten ein Kooperationsinteresse bestehe. Was fehle, seien geeignete Räumlichkeiten.

Der Standort befinde sich laut Baier „direkt an der Schnittstelle zwischen Universität und der Stadt“, sozusagen als Blickfang direkt an der Universitätsstraße.

Aus den Reihen der Stadträte erhielt das Projekt Zustimmung: Michael Hohl (CSU) sprach von einer „neuen Brücke zwischen der Hochschule und der mittelständischen Wirtschaft der Region“. Thomas Bauske (SPD) nannte es sinnvoll, die Fördergelder in Anspruch zu nehmen, bevor sie woanders landeten. Und Oberbürgermeisterin Brigitte Merk-Erbe betonte, in vielen Gesprächen Begeisterung gespürt zu haben. Trotzdem werde die Realisierung aus ihrer Sicht schwierig. Gegen des Zentrum sprachen sich hingegen die Mitglieder der Fraktion der Grünen und Unabhängigen aus.

 

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