Großer Partner Raimund verkauft Mineralölhandel

Die Belieferung der Endkunden mit Heizöl hat Robert Raimund abgegeben. Foto: Stefan Schreibelmayer

CREUSSEN. Spedition und Transport sowie Mineralölhandel, das sind die beiden Standbeine der Firma Raimund in Creußen. Jetzt hat Firmenchef Robert Raimund den Mineralölhandel an einen langjährigen Partner verkauft. In der Außenwirkung, also für die Kunden, soll sich nichts ändern.

Der Mineralölhandel sowie der Betrieb von aktuell sechs Tankstellen in der Region ist bei Raimund seit jeher in einer eigenen GmbH gebündelt. Diese gehört seit 1998 zur Hälfte der Mobene Beteiligungsgesellschaft, einem der größten Mineralölhändler in Deutschland. Vor etwa zwei Jahren sei das Unternehmen, das wiederum je zur Hälfte dem BP-Konzern und der Oktan Mineralöl-Vertrieb GmbH gehört, mit dem Wunsch einer kompletten Übernahme an ihn herangetreten. „Mobene will wachsen, indem es auch kleinere Mineralölhändler übernimmt“, sagt Raimund: „Der jeweilige Name des Unternehmens bleibt dabei als Markenzeichen in der Region erhalten.“

Für die Kunden ändert sich nichts

Deshalb ändere sich für die Kunden nichts, betont Raimund. Das operative Geschäft vor Ort werde weiter von seiner Familie gemanagt. Robert Raimund fungiert als Prokurist. Neu sind zwei zu Mobene gehörende Geschäftsführer, „mit denen ich mich regelmäßig abspreche, etwa bei Investitionen“. Mobene sei ein starker Partner, der auch das Marktrisiko viel besser abpuffern könne als ein kleines Familienunternehmen. „Die neue Konstellation sorgt für Stabilität und gibt die Chance auf Wachstum“, ist Raimund überzeugt. Wie wichtig ein solcher Partner ist, habe sich im Herbst und Winter gezeigt, als die Explosion in der Raffinerie in Vohburg sowie der niedrige Wasserstand auf dem Rhein für Probleme bei der Versorgung mit Mineralölprodukten gesorgt habe.

Nicht mehr zum Familienunternehmen gehören jetzt die kleineren Tanklastwagen, die die Endkunden mit Heizöl beliefern. Gleiches gilt für das Tankstellengeschäft. Auch 20 der insgesamt rund 60 Mitarbeiter gehören rechtlich künftig zu Mobene.

Transport und Spedition bleibt

Bei Raimund verbleibt der Bereich Transport und Spedition. Und auch hier hat ein Teil mit Mineralöl zu tun. Denn mit vier großen Tanklastzügen fährt das Unternehmen auch weiterhin Heizöl- und Kraftstofftransporte für Großkunden und holt den Heizöl-Nachschub von Raffinerien und großen Lagern.

Dritte Generation in den Startlöchern

Hinzu kommen rund 20 weitere Lastwagen, vor allem Kipper für Baustoffe sowie für den Ladungs- und Systemverkehr. So unterhält Raimund zum Beispiel mehrere Regeltouren, bei denen Lastwagen quasi im Linienverkehr Filialen des Autoteilehändlers Stahlgruber mit Nachschub versorgen. Gegründet wurde das Unternehmen, dessen Sitz im kleinen Creußener Ortsteil Hörhof etwa 10.000 Quadratmeter groß ist, 1963 von Robert Raimunds Vater Walter. Dass es von der dritten Generation fortgeführt wird, ist möglich, sagt Robert Raimund, dessen Frau Christine sich um Personalwesen und Buchhaltung kümmert. Denn Sohn Maximilian wirkt schon mit, Tochter Ramona absolviert noch ein entsprechendes Studium.

 

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