Goodbye Herbstblues Die schönsten Zeitvertreibe und Projekte für den Herbst

Der Herbst ist traditionell die Zeit, in der es vielen langweilig wird. Erst recht nach einem solchen Prachtsommer. Klar könnte man sich nun die Feierabende und Wochenenden mit Serien-Marathons vertreiben – doch wäre das wirklich so dauerhaft angenehm? Für alle, die darauf mit „nein“ antworten, haben wir eine ganze Reihe an anderen Aktivitäten zusammengestellt, die man in diesem Herbst angehen kann. Einziges gemeinsames Ziel: Mehr mitnehmen, als bloß etwas Kurzweil.

1. Schmieden lernen

Überblick

Was ein echter Heimwerker ist, für den geht es immer darum, etwas mit eigenen Händen zu erschaffen. Und wer den nötigen Werkstattraum hat, sowie ein überdachtes, aber an den Seiten offenes Areal (etwa einen Car-Port oder eine großzügig überdachte Terrasse) und keine Angst vor Hitze hat, kann mit etwas starten, was nicht nur eine hohe (und leider aussterbende) Handwerkskunst ist. Schmieden ist auch Geschichte pur , denn diese Technik war es, die den Menschen vom Steinzeit-Individuum zu einer erschaffenden Kultur erhob; und das schon vor mehr als 5000 Jahren.

Wie geht es?

Natürlich braucht man zum Schmieden wie für jede andere Do-it-yourself-Tätigkeit Werkzeug. Aber: Vieles, was der gutsortierte Heimwerker besitzt, reicht schon aus oder kann zweckentfremdet werden.

· Je ein Schmiede- und Kugelhammer

· Amboss oder ein Stück Eisenbahnschiene. Zur Not tut es auch ein in den (stabilen) Schraubstock geklemmtes Stück Doppel-T-Träger

· Eine Esse: Diese kann man sich entweder, in Form einer Gas-Esse, aus einer großen Blechdose selbst fertigen oder, für eine Kohlen-Esse, in der Autowerkstatt eine große alte Bremstrommel besorgen. Bei ersterer wird ein Gasbrenner benötigt, bei letzterer ein (Heißluft-)Fön

· Metallbearbeitungswerkzeuge: Ein Winkelschleifer mit unterschiedlichen Scheiben reicht für den Anfang aus

· Lange, stabile Zangen

· Schutzbrille, Gehörschutz, dicke Lederhandschuhe

Und dann braucht es nur noch Eisen- oder Stahlstücke. Das Internet, insbesondere das Videoportal YouTube, ist voll von Hobbyschmieden, die Projekte präsentieren und Tipps geben – Geld für Literatur muss man heute nicht mehr zwangsläufig ausgeben. Für den Anfang könnte man beispielsweise aus einem Stahlstab (gibt es in den meisten Baumärkten) ein kleines „Split Cross“ schmieden und so ein schönes persönliches Weihnachtsgeschenk erschaffen.

Ebenso könnte man auch auf Flohmärkten Ausschau nach geeignetem Material halten und sich dort alte, unbrauchbare Feilen, Raspeln oder Ähnliches besorgen. Deren hochwertiger Stahl taugt nämlich vorzüglich dafür, um daraus Messer ebenso zu schmieden wie Beile oder andere Schnittwerkzeuge – enorm praktisch, falls man im Herbstgarten Schnittarbeiten durchzuführen hat.

Was nimmt man daraus mit?

Zunächst natürlich ein Hobby, das einen über viele Stunden beschäftigt. Vor allem aber ein Feld, das so ursprünglich ist, wie es nur geht – und das nebenbei auch noch gelebtes Recycling ist. Einmal ganz abgesehen davon, dass dieses Hobby, wenn man erst einmal die Werkzeuge hat, unheimlich günstig ist.

2. Wandern

Überblick

Einmal sämtlichen Lokalpatriotismus beiseitegelegt: Gibt es eine Region, die noch besser zum Wandern geeignet wäre als Nordbayern? Objektiv betrachtet wohl kaum. Denn es ist eben nicht nur die hiesige Mixtur aus unterschiedlichen, für sich alle sehr schönen Landschaftsmerkmalen. Es ist auch die Tatsache, dass es hier nirgendwo weder langweilig-flach noch anstrengend schroff ist. Sanfte Hügel, malerische Täler und dazwischen eine Vielzahl unterschiedlichster Wanderwege jeglicher Distanz machen unsere Heimat zu einer echten Traumregion für Wanderer.

Mischt man das noch mit der Tatsache, dass der Herbst, sowohl was das Klima wie das Naturbild anbelangt, die mit Abstand wanderfreundlichste Jahreszeit ist, hat man faktisch schon alles, was eine gute Beschäftigung für die nächsten Wochen ausmacht.

Wie geht es?

Die kurze Antwort: Einfach raus auf den nächsten Wander- oder Feldweg und loslegen. Selbst wenn man mitten in Nürnberg, Würzburg oder Erlangen wohnt, ist das meist nicht weiter als eine zehnminütige Fahrt entfernt. Besser wird es natürlich, wenn man die Sache richtig angeht und auch etwas Geld in die Hand nimmt:

· Absolute Basis sollten stabile, den Knöchel bedeckende Wanderschuhe sein. Sie müssen schon im Geschäft „wie angegossen“ passen. Dazu noch nahtlose Wanderersocken.

· Eine dedizierte Wanderkarte im Maßstab 1:25.000 der gewünschten Region, alternativ kann die Navigation bzw. Routenplanung auch digital über die freie Software Open Streetmap erfolgen.

· Feste Hosen. Es müssen keine speziellen „Trekking-Hosen“ sein, aber auch keine Jeans (Baumwolle trocknet unheimlich schlecht).

· Schichtbekleidung aus T-Shirt, Flanellhemd/-bluse, Fleecejacke und Regenüberzug

· Wander- oder Walkingstöcke sind eine zusätzliche Hilfe.

· Ein kleiner Rucksack ist praktisch, um Wasser, Brotzeit und ein Verbandpäckchen unterzubringen.

Setzt man dann noch Hut oder Mütze auf, kann es wirklich losgehen. Für Ungeübte sind Strecken zwischen fünf und zehn Kilometern ein guter Anfang. Wer einige Wochen trainiert hat, kann auch längere Strecken anpeilen.

Was nimmt man daraus mit?

Primär vor allem den Genuss, eine wunderschöne Landschaft im farbprächtigen Herbstkleid buchstäblich zu erlaufen. Daneben aber auch eine stark verbesserte Fitness, Gewichtsverlust und natürlich auch gesteigerte Abwehrkräfte. Wer den Herbst durchwandert, braucht sich im Winter keine Sorgen um Triefnasen zu machen.

3. Abnehmen & Fitness

Überblick

Der Herbst ist, was unseren Körper anbelangt, eine gemeine Jahreszeit. Schon deshalb, weil er viele dazu bringt, sich im Haus zu verkriechen. Der daraus resultierende Lichtmangel, das fanden US-Forscher heraus, sorgt nicht nur für herbstliche Stimmungstiefs, sondern hängt direkt mit unserem Fettzellenhaushalt zusammen. Dazu regelt der Körper automatisch den Metabolismus herunter – ein heute herzlich überflüssiges Erbe aus einer Zeit, in der wir im Winter wirklich weniger Nahrung hatten. Was vor Jahrtausenden noch das Überleben sicherte, sorgt so in Kombination mit den genannten Faktoren dafür, dass viele übers Winterhalbjahr reichlich „Hüftgold“ anlegen. Sonnenlicht hingegen regt die Fettzellen dazu an, gespeichertes Fett abzubauen.

Um einer Gewichtszunahme entgegenzuwirken, kann eine ziemlich erfüllende Beschäftigung für die kommenden Monate sein: Bessere Ernährung, mehr Fitness, weniger Körpergewicht, damit die Bikinifigur schon zu Frühjahrsbeginn steht.

Wie geht es?

Mit allem, was über Diäten und Fitness geschrieben wurde, ließe sich Erlangens Stadtbibliothek locker füllen. Tatsächlich ist vieles davon entweder schlicht falsch oder es handelt sich einfach nur um Umformulierungen von bereits bestehendem Wissen. Wirklich funktionieren tut es nur auf folgende Weise:

· Die richtige Ernährung ist eine Brücke zwischen den richtigen Zutaten einerseits sowie dem Einhalten grundsätzlicher Ratschläge und Vermeiden typischer Fallen andererseits. Sie bedeutet ebenso, kalorienreiche Brotaufstriche dünn zu applizieren, wie hauptsächlich Wasser zu trinken, Fettige Snacks zu vermeiden, Gemüse zu essen und nicht mehr als einen „Mogel-Tag“ wöchentlich einzulegen. Minimale Kalorien- bei maximaler Nährstoffzufuhr ist die absolute Diät-Basis.

· Ein realistisches Ziel muss her: X Kilogramm bis Datum Y. Möglichst in kleinen Schritten, damit man immer ein erreichbares Zwischen-Erfolgserlebnis vorweisen kann, das spornt an.

· Ausreichend Bewegung. Nur sie sorgt dafür, dass der Körper genug Energie verbrennt, um auf eine negative Kalorienbilanz zu kommen. Das kann großartig mit Punkt zwei, dem Wandern, kombiniert werden. Ebenso funktioniert jedoch auch jede andere Sportart, bei der es vorrangig um Ausdauer geht.

Tatsächlich ist es wirklich so einfach: Weniger Kalorien zuführen, als man verbraucht. Das mag vielleicht für sämtliche Wunderdiäten aus Zeitungen einernüchterndes Fazit sein. Aber nur auf diese Weise wird man wirklich dauerhaft Gewicht verlieren – und nicht zu Weihnachten eine Top-Figur haben, nur damit nach Silvester der Jojo-Effekt umso härter zuschlägt.

Was nimmt man daraus mit?

Natürlich zunächst all die gesundheitlichen Vorteile. Jedes Gramm zu viel belastet den Kreislauf, erhöht das Risiko für Erkrankungen. Tatsächlich nimmt man daraus jedoch auch mit, diesen Herbst für etwas wirklich Sinnvolles genutzt zu haben. Und vielleicht sogar ein gänzlich neues Lebensgefühl. Durchaus auch metaphorisch passend, weil der Herbst schließlich in diesem Sinne eine Zeit des Abschieds ist – dass damit nicht der Speck gemeint wäre, sagt ja niemand.

4. Landschaftsfotografie

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Seitdem mittlerweile 81 Prozent aller Deutschen ein Smartphone besitzen , verfügen sie automatisch auch über eine Digitalkamera, die, je nach Gerät, selbst höchsten Ansprüchen genügt. Rechnet man noch diejenigen hinzu, die zudem dedizierte Digitalkameras besitzen, bekommt man eine enorm hohe „Kameradichte“.

Dann rechnen wir den Herbst in Nordbayern hinzu. Eine Zeit-und-Ort-Kombination, die, wenn es sonnig ist und die Flora in Myriaden von Rot- und Goldtönen schimmert, den Titel „Augenweide“ mehr als verdient. Heraus kommt ein passender Grund, sich einfach Kamera oder Smartphone zu schnappen und loszulegen: Landschaftsfotografie, die vielleicht einsteigerfreundlichste aller Foto-Varianten.

Wie geht es?

Auch zum Thema Fotografie steckt das Netz voller Ratgeber, welche Laien die Kunst des Fotografierens näherbringen. Zweifelsohne wichtige Artikel, die viel Wissen vermitteln. Für diesen Zweck kann man sie jedoch fast sämtlich vergessen. Belichtungsdauer, Blende, Weißabgleich, Blitz, Reflektoren. Das sind alles Dinge, die man sich bei der Landschaftsfotografie aus dem Kopf schlagen darf. Hier braucht es für den Anfang nur einige Grundregeln:

· Blitz ausschalten. Der ist sowieso nur für den Nahbereich gedacht. Für die herbstliche Landschaftsfotografie nutzt man ausschließlich natürliches Licht.

· Kein Zoom, besonders nicht bei Handys. Hier funktioniert das Zoomen nicht durch Linsenverschiebung, sondern durch Größerrechnen des Bildes. Das schmälert nur die Bildqualität.

· Linse putzen. Weil Handys meistens in Taschen stecken, sind diese häufig voller Schlieren.

· Keine Schwarz/Weiß- oder sonstigen Filter. Hier geht es um Natur pur

· Die Gitternetzfunktion sollte eingeschaltet werden – sie ist bei praktisch allen Smartphones und vielen Digitalkameras im Menü verborgen. An den waagerechten Linien kann der Horizont ausgerichtet werden, das ist die wichtigste Grundlage der Landschaftsfotos .

  • Fotoqualität auf „Maximum“ stellen, auch wenn das den Speicher schnell füllt.

Und dann muss man sich nur noch einen schönen, möglichst erhöhten Ort suchen und, ja, einfach losfotografieren. Es ist kein Hexenwerk. Vor allem herrscht keine Hektik. Landschaft ist auch deshalb ein so dankbares Motiv. Sie liegt einfach da, an der Beleuchtung kann man sowieso nichts ändern. Man muss nur einen schönen Ort und Blickwinkel finden und erntet Bilder, die den Atem rauben.

Was nimmt man daraus mit?

Vielleicht als erstes die Überraschung, welch grandiosen Fotos man auch mit seinem Smartphone oder der Hundert-Euro-Kamera aus dem Elektrodiscounter schießen kann. Und sicherlich auch, dass all die Fotoregeln zwar heute noch, im Zeitalter der Total-Automatiken, ihre Gültigkeit haben, dass man aber auch als völliger Laie, mit nur wenigen Vorgaben, wirklich gute Fotos schießen kann.

5. Stricken lernen

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Nicht jeder hat Platz oder die Muße, mit einem Hammer rotglühenden Stahl zu bearbeiten. Doch gerade, weil es im Herbst eben, besonders bei Schmuddelwetter, so wenig andere Dinge gibt, bei denen man wirklich produktiv sein kann, bietet sich auch das gute, alte Stricken an. Definitiv kein Oma-Hobby, ganz und gar nicht.

Schon deshalb, weil Stricken heute eine geschlechtsneutrale Tätigkeit ist. Zudem, weil es sich um eine Tätigkeit handelt, die von enorm vielen Menschen, darunter auch einigen Psychologen, als geradezu meditative Handlung gepriesen wird. Eine Art Gehirn-Yoga , bei dem die Gedanken ähnlich frei schwingen können wie im Schlaf und das dafür sorgt, dass Stress abgebaut wird, dass das Gehirn sich wesentlich besser fokussieren kann. Dass man nebenher auch noch Schals, Pullis und Co. produziert, ist noch eine sehr angenehme Dreingabe.

Wie geht es?

Eigentlich ist es nicht sonderlich schwer, Wolle und Nadeln in die Hand zu nehmen, ein paar Maschen aufzunehmen und loszulegen . Dazu gibt es, abermals auf YouTube, zahllose gute Geister, die Erklärungsvideos hochladen. Und Tatsache ist, solange man sich auf gerade Stücke beschränkt – Schals, Tagesdecken, Ponchos – können auch Einsteiger schnell gute Ergebnisse vorweisen.

Das Problem entsteht daraus, dass die komplizierteren Dinge – etwa Pullover oder auch Muster – vor allem deshalb schwierig sind, weil man zuvor erst einmal lernen muss, ein Strickmuster bzw. eine Strickanleitung zu lesen . Um sich hier zurechtzufinden, braucht es schon ein bisschen Einarbeitungszeit.

Aber: Wer sich ein Paar Nadeln kauft, zu deren Durchmesser passendes Garn und einfach nur einen Schal strickt, kann dies beinahe ohne Anleitung.

Was nimmt man daraus mit?

Im besten Fall schon nach wenigen Einarbeitungs-Maschen eine Kopfentspannung, die anderweitig nur von Yoga oder autogenem Training erreicht werden kann. Zumindest aber einen sehr praktischen Zeitvertreib, der sich zudem ganz hervorragend für zwischendurch eignet. Mehr als die Nadeln in die Hände zu nehmen braucht es nicht. Damit wird Stricken zum herbstlichen Universal-Projekt, mit dem man Werbepausen im TV ebenso überbrücken kann wie verregnete Wochenenden und ÖPNV-Fahrten.

6. Zum Lokalhistoriker/Heimatforscher werden

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Geht es um Geschichte, haben die meisten Menschen nur die großen Ereignisse vor dem inneren Auge: Ganz Deutschland, ganz Bayern, kleiner denken die wenigsten. Doch das Problem daran ist mannigfaltig. Denn einerseits bedeutet „Geschichte“ eben längst nicht nur die großen Themen, die ganze Völker bewegten. Zudem ist dieses Feld durch studierte Historiker schon mehr als gut besetzt. Zum anderen ist Geschichte immer ein Mosaik, das sich aus unzähligen großen und kleinen Teilen zusammensetzt.

Hier kommt Lokalgeschichte ins Spiel. Sie ist die kleine Basis, auf der alles Weitere aufbaut. Allerdings widmen sich ihr die großen Forscher kaum. Vor allem in ländlichen Regionen, aber auch im urbanen Umfeld stirbt so eine enorme Menge Wissen über einen Kulturraum mit der Generation ihrer Zeitzeugen. Bei Städten wird so manches immerhin noch dadurch gerettet, dass deren Wikipedia-Einträge gepflegt werden. Für kleinere Orte indes findet sich oft niemand, der die lokale Geschichte bewahrt. Wie lebte es sich in Speinshart während der 50er Jahre? Kaum jemand sammelt solche Erinnerungen – bis auf Heimatforscher.

Wie geht es?

Um Heimatforscher zu werden, braucht man keine Ausbildung, kein Vorwissen. Man benötigt nur die Leidenschaft, die Geschichte seines Heimatortes, seiner Menschen zu ergründen, zu sammeln und zu bewahren. Und das ist nicht schwer:

· Beginnen kann man damit, das örtliche Rathaus anzusteuern und dort zu fragen, in wie weit man überhaupt der einzige ist – vielleicht gab es ja auch schon Vorgänger, eventuell sogar bestellte Heimatpfleger oder dort finden sich Chroniken, die man einsehen kann. Hier sollte man bereits nach der wichtigsten Historikerregel verfahren: „Es gibt keine unwichtigen Wissensschnipsel, alles hat historische Bedeutung“.

· Je nachdem, welche Ergebnisse man zutage brachte, kann man sich anschließend an den Bayerischen Landesverein für Heimatpflege wenden . Ein Zusammenschluss, der genau das anstrebt: Dachverband zu sein für all jene, welche die kleinen Geschichtsschnipsel des Freistaates zusammentragen, die so wichtig sind für die kulturelle Identität im kleinen Maßstab.

· Anschließend sucht man sich ein Themengebiet heraus. Vielleicht Landwirtschaft oder Allgemein-Menschliches.

· Nun beginnt man, sich mit den Senioren seines Ortes zu unterhalten. Vielleicht gibt es regelmäßige Alten-Stammtische usw. Wer dort an die Pforte pocht und erklärt, Geschichte sammeln zu wollen, wird immer jemanden finden, der einfach erzählen möchte.

· Weitere Hilfe bietet unsere Kategorie „Vor 50 Jahren“ , in der man alte Ausgaben des Nordbayerischen Kuriers lesen kann.

Letztendlich ist das bereits das gesamte Geheimnis: Mit jenen sprechen, die noch erzählen können. In die Bücher schauen, die sonst nirgendwo mehr zu finden sind. Kein Job nur für den Herbst, eher einer, mit dem man ein ganzes Leben verbringen kann. Aber ein unheimlich befriedigendes Hobby.

Was nimmt man daraus mit?

Nicht mehr und nicht weniger als einen Schatz von unvorstellbarem ideologischen Wert. Denn als Heimatforscher ist man in vielen Kommunen oft die einzige Person, welche die geschichtliche Identität dieses einen Ortes sammelt, sie bewahrt und für die Nachwelt erhält. Geld macht man damit nicht. Aber man sorgt dafür, dass die reiche Geschichte unserer Region in den kleinsten Details erhalten bleibt – und nicht nur mit dem, was die Forscher der Universitäten zusammentragen.

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