Gold für Jannick Heidler Bundessieger im Wirtschafts-Schülerquiz

Die Reise nach Montabaur zum Bundesfinale hat sich gelohnt: Jannick Heidler mit der Siegertrophäe und den sechs Chips aus Gold. Foto: Ralf Münch

BAYREUTH. Vermutlich wird Jannick Heidler künftig mit Interesse die Entwicklung des Goldpreises verfolgen. Denn: Der Wert dessen, was ihm als Bundessieger im Schülerquiz „Wirtschaftswissen im Wettbewerb“ zusätzlich zu seiner Trophäe überreicht wurde, ist volatil. Will sagen: er verändert sich. Dabei handelt es sich um sechs kleine Chips, die tatsächlich aus echtem Gold gefertigt sind.

Deren aktueller Marktwert dürfte sich auf rund 240 Euro belaufen. In zehn Jahren kann dies ganz anders aussehen. Mit Gewissheit voraussehen kann die Entwicklung niemand. Aber, wer über das Verständnis für wirtschaftliche Zusammenhänge verfügt, kann Chancen und Risiken besser einschätzen.

Um Wissen in Wirtschaftsfragen, aber auch um Allgemeinbildung, ging es in dem bundesweiten Wettbewerb, der in drei Runden ausgetragen wurde. Schüler der neunten Klassen aller allgemeinbildenden Schulen konnten daran teilnehmen. Der 15-jährige Jannick Heidler, der das Wirtschaftswissenschaftliche Gymnasium (WWG) in Bayreuth besucht und in Engelmannsreuth wohnt, war zunächst der Beste seiner Klassenstufe. Als Kreissieger durfte er dann nach Montabaur zum Bundesfinale. 

Dabei gilt sein Hauptinteresse eigentlich der Informatik. Auf dem WWG ist er im naturwissenschaftlichen Zweig mit dem Schwerpunkt Physik und Chemie. Dennoch kennt er sich auch mit wirtschaftlichen Themen aus.

Beim Bundesfinale ging es um Fragen wie: Was bedeutet Inflation? Was versteht man unter Dividende? Wofür steht der Begriff Oligopol? Außerdem mussten die Schüler schätzen, welche Kantenlänge ein Quader hätte mit allem Gold der Welt: 21 Meter, 210 Meter, 2,1 Kilometer oder 21 Kilometer?

Richtig wären 21 Meter. Jannick Heidler gesteht freilich, dass er diese Frage falsch beantwortet hatte. Dafür wusst er, wie der höchste Berg im Westerwald heißt: Fuchskaute. „Ich habe mich nicht besonders auf den Wettbewerb vorbereitet“, sagt der WWG-Schüler im Gespräch mit dem Kurier. Allerdings hatte er sich zuvor ein wenig über den Westerwald informiert. 

Sein Lieblingsfach ist Informatik. In diesem Bereich könnte er sich auch seine berufliche Zukunft vorstellen. Das Programmieren hat er sich selbst beigebracht. Auch einen selbst gebauten Roboter weiß er zu steuern. Doch bis zum Abitur sind es noch drei Jahre. Da kann sich noch vieles verändern. So wie der Goldpreis.


"Wir sind richtig stolz"

Andreas Herlitz, Kreissprecher der Wirtschaftsjunioren Bayreuth, sagte: „Wir sind richtig stolz auf Jannick.“ Er habe schon beim Kreisfinale seine breite Allgemeinbildung und sein Interesse an wirtschaftlichen Themen gezeigt. Das sei lange nicht mehr bei allen Jugendlichen so. Auch deshalb organisiere der Kreisverband den Wettbewerb jedes Jahr mit.

Vor der Fahrt nach Montabaur nahmen die hiesigen Wirtschaftsjunioren Jannick Heidler noch mal unter ihre Fittiche. „Wir haben ihn ein bisschen vorbereitet und mögliche Fragen durchgesprochen, obwohl natürlich niemand weiß, was im Finale dann wirklich dran kommt. Aber so haben wir ihm vielleicht die Aufregung etwas nehmen können“, sagte Herlitz dem Kurier. Letztlich habe sich der Schüler, der von seinen Eltern nach Montabaur begleitet wurde, dann ja auch durchgesetzt.

Dass der Sieger damit nach 1994 und 2007 bereits zum dritten Mal aus dem Kreis Bayreuth stammt, sagt für Herlitz „auch schon was aus“. Er will den Erfolg mit Jannick Heidler und seinen Eltern jetzt bei einem gemeinsamen Essen nachfeiern. Und ein Präsent soll es auch noch geben.

 

0 Kommentare

Kommentieren

  1. Passwort vergessen?
  2. * = Pflichtfeld
Sie haben noch keinen Benutzer-Zugang? Jetzt registrieren!

Wenn Sie einen Kommentar verfassen, so wird dieser unter Ihrem Klarnamen, also dem von Ihnen angegebenen Vor- und Nachnamen veröffentlicht. Sollte Ihr Kommentar nicht sofort erscheinen, bitten wir Sie um etwas Geduld. Wir behalten uns vor, Kommentare vor der Veröffentlichung zu prüfen. Bitte beachten Sie hierzu auch unsere Netiquette.

loading