Gipfel der Blocker Medi-Team mit Zuversicht gegen MBC

Auch der MBC hat einen exzellenten Shot-Blocker in seinen Reihen: James Farr (links) ist hinter Medi-Center Hassan Martin die Nummer zwei. Foto: Imago

BASKETBALL. Zu einem Gipfeltreffen kommt es am Samstag um 20.30 Uhr in der Oberfrankenhalle. Allerdings nur, wenn man nach der Anzahl der geblockten Würfe geht. Denn da führt Medi Bayreuth mit durchschnittlich 3,6 vor den Gästen vom Mitteldeutschen BC (3,4). Ansonsten könnten die beiden Teams aber kaum weiter auseinander liegen, empfängt doch der Tabellensechste der Bundesliga den Vorletzten.

Für die Gastgeber also ein vermeintlich guter Gegner, um nach der zweiwöchigen Nationalmannschaftspause wieder in den Spielrhythmus zu finden. Doch Raoul Korner warnt. „Sie sind sehr tief und auch gut besetzt“, sagt der Medi-Coach und erinnert an das letzte Vorbereitungsspiel auf die neue Saison beim MBC. „Da waren wir ohne Chancen, obwohl bei ihnen drei Spieler nicht dabei waren, die jetzt dabei sind.“ Namentlich sind das Center Aleksandar Marelja sowie die nachverpflichteten Guards Jovan Novak und Tremmell Darden, wobei der jüngste Neuzugang von seiner Vita heraussticht. Der 36-jährige US-Amerikaner hat für Unicaja Malaga, Zalgiris Kaunas, Real Madrid und Olympiakos Piräus insgesamt 88 Euroleague-Partien bestritten. „Er hat sehr viel Erfahrung auf höchstem Niveau. Das ist ein wichtiger Faktor“, sagt Korner.

Doch auch in den zwei Spielen mit Darden lief es für die Weißenfelser nicht nach Wunsch. In Braunschweig verloren sie nach einem Fehlstart im ersten Viertel (7:16) mit 63:75, zwei Tage später konnten sie bei der 66:81-Niederlage gegen den FC Bayern München nur bis zum 49:47 (27.) mithalten. Der bisher einzige Sieg war den Wölfen in der Woche zuvor bei den ebenfalls wieder gegen den Abstieg kämpfenden Eisbären Bremerhaven gelungen. Überragender Mann beim 81:76 war mit 24 Punkten (9/13 Würfe, davon 4/6 Dreier), vier Rebounds und drei Steals Lee Moore, der mit 14,8 Zählern pro Spiel Topscorer seines Teams ist.

MBC drohen fünf Ausfälle

Während auf Bayreuther Seite auch die Nationalspieler Bastian Doreth, Andreas Seiferth und Gregor Hrovat gesund zurückgekehrt sind, droht dem MBC der Ausfall von fünf Akteuren. Trotzdem sieht Korner einen Unterschied zum zuletzt mit 89:80 gewonnenen Spiel in Göttingen, als der BG unter anderen die Leistungsträger Michael Stockton und Darius Carter fehlten und der Rest des Teams „über sich hinauswuchs“. Den möglichen Ausfall von Hans Brase, Benedikt Turudic und des Ex-Bayreuthers David Brembly könne der MBC verschmerzen. „Und bei den anderen beiden (Darden und Marelja, Anm. d. Red.) wird ihnen die Entscheidung abgenommen, welcher der sieben Ausländer pausiert. Das ist sicher kein Faktor, und es werden auch nicht alle ausfallen.“ Wichtigere Spieler seien neben Moore und Trevor Releford der „unangenehme Big Man“ James Farr und Jovan Novak, der einen Traumeinstand feierte. Bei der 73:88-Niederlage in Bamberg traf er jeden seiner sieben Wurfversuche (fünf Dreier), war mit 20 Punkten Topscorer, holte dazu fünf Rebounds und verteilte acht Assists. „Er ist ein großer Guard, Linkshänder und sehr smart.“

Die Zuversicht, die wettbewerbsübergreifende Siegesserie auf sieben ausbauen zu können, wird bei Korner zusätzlich durch die gute Trainingswoche geschürt. „Die Pause war dringend notwendig, weil einige auf dem Zahnfleisch gegangen sind. Freitag haben wir wieder angefangen und dann ohne Pause trainiert. Alle sind sehr fokussiert und haben viel Energie.“ Großes Thema waren die Rebounds, bei denen das Medi-Team das Feld von hinten anführt, die aber vor allem gegen den MBC eine Rolle spielen werden. „Viele Fehlwürfe bedeuten viele Rebounds. Wir sind in vielen Kategorien vorne, das ist keine davon. Das wäre ein guter Beginn, um Boden gutzumachen. Das kann man in wenigen Tagen nicht beheben, aber zumindest den Sinn dafür schärfen.“

 

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