Gemeinderat Prebitz Tobias Teufel neu im Amt

Tobias Teufel (links) von der Freien Wählergemeinschaft Engelmannsreuth wurde in der Gemeinderatssitzung am Montagabend von Bürgermeister Hans Freiberger als Nachrücker von Jana Kraft vereidigt. ⋌Foto: Frauke Engelbrecht

Das Personalkarussell im Prebitzer Gemeinderat dreht sich. Nachdem Jana Kraft von der Freien Wählergemeinschaft Engelmannsreuth aus gesundheitlichen Gründen von ihrem Amt zurücktritt, rückt Tobias Teufel nach. In der Sitzung am Montagabend wurde er vereidigt.

„Es wird schwierig, unvoreingenommen ranzugehen“, sagt der 40-jährige Bilanzbuchhalter auf Kurier-Nachfrage. Man habe in der Vergangenheit öfter Negatives gehört. Als Erstes werde er sich einen Überblick verschaffen. Grundsätzlich gehe es ihm aber nicht darum, dass die Schuldenfreiheit der Gemeinde das größte und einzige Ziel sei. Sicher sei es lobenswert, dass dies verfolgt werde, aber es müsse auch vernünftig in die Zukunft investiert werden, um die Attraktivität der Gemeinde zu gewährleisten und einen Bevölkerungsrückgang zu verhindern.

Umbau des Feuerwehrhauses

Zu einem wesentlichen Thema in der Gemeindepolitik – dem Umbau des Feuerwehrhauses Engelmannsreuth – stellt Teufel fest: „Das hätte man auch klüger lösen können.“ Oft komme ein Umbau und eine Renovierung genauso teuer, wie ein Neubau. Für ihn wäre ein Neubau durchaus vorstellbar gewesen, gleichzeitig hätte man das bestehende Gebäude als Bauhof nutzen können. „Dann wären zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen gewesen“, so Teufel. Der Gemeinderat habe aber nun für den Umbau entschieden und damit könne er leben.

Für einen Dorfladen

Auch die Vereinsarbeit sei ein wichtiger Punkt in der Gemeinderatsarbeit. Es gelte, den Familien Anreize zu geben, so Teufel, der im Vorstand des TSV Engelmannsreuth ist. Außerdem spricht sich der 40-Jährige für einen Dorfladen in Engelmannsreuth aus. Hier hatte die Gemeinde kürzlich einen Fragebogen an die Bürger verteilt, um den Bedarf festzustellen. Ein Ergebnis steht noch aus. „Ich wäre für einen Dorfladen, weil hier der demografische Wandel, eben, dass die Leute älter werden, gut aufgefangen werden kann“, sagt Teufel.

Mehr kommunizieren

Insgesamt stellt er fest, dass die Bürger mehr mit dem Gemeinderat kommunizieren müssen. „Sie sollten auf Bürgermeister und Gemeinderat zugehen, wenn der Schuh drückt“, nennt es Teufel. Der Gemeinderat werde sich dann dafür einsetzen. Er sei nicht Verwalter, sondern habe Visionen, die es umzusetzen gelte. „Wir haben als Gemeinderat die Verantwortung, dass unsere Kommune schön und lebenswert bleibt“, sagt er. Dafür gelte es sich stark zu machen.

 

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