Gemeinderat macht Weg frei Neue Photovoltaikanlage auf 21 Hektar

Eine neue Freiflächenphotovoltaikanlage soll in Speichersdorf entstehen. Symbolfoto: dpa

SPEICHERSDORF. Die geplante Freiflächen-Photovoltaikanlage in Speichersdorf nahe Plössen entlang der Bahnlinie Bayreuth-Weiden ist einen weiteren Schritt vorangekommen. Der Gemeinderat befürwortete das Aufstellen eines vorhabenbezogenen Bebauungsplans für das Projekt. Noch im laufenden Jahr könnte der Bau beginnen.

Der Antragsteller, die Firma Primus Energie GmbH in Regensburg, hatte das Vorhaben bereits in der öffentlichen Gemeinderatssitzung Anfang Juli 2018 vorgestellt. Im Nachgang wurden die vorgesehenen Flächen auf Wunsch des Gemeinderates reduziert, sie konzentrieren sich nun auf den Bereich südlich der Bahnlinie, erläuterte Bürgermeister Manfred Porsch.

Größte Fläche 16,4 Hektar groß

Laut den Planungen gibt es drei Flächen, die für die Errichtung der Anlagen vorgesehen sind: Fläche 1 mit 2,9 Hektar, Fläche 4a mit 1,3 Hektar und Fläche 3 mit insgesamt 16,4 Hektar, darunter ist gut ein Hektar Ökoausgleichsfläche. Das Areal umfasst knapp 21 Hektar, die Anlagen bringen eine Gesamtleistung von rund zwölf Megawatt Peak, ergibt sich aus dem vorgelegten Plan. Die Planungs- und Erschließungskosten trägt die Firma Primus. Der Gemeinderat stimmte dem Aufstellen des Bebauungsplans zu. Zwei Räte, die mit Grundstückseigentümern verwandt beziehungsweise verschwägert sind, enthielten sich als Betroffene der Stimme.

Im Herbst könnte es losgehen

Der erste Abschnitt solle voraussichtlich eine Spitzenleistung von 9,25 Megawatt Peak haben, erläuterte Primus-Geschäftsführer Jürgen Meyer-Menz auf Anfrage unserer Zeitung. Dieses Teilprojekt müsse in eine der nächsten Ausschreibungen nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG). Vom Erfolg der Ausschreibung werde der weitere Ablauf abhängen. Über die Höhe der Investitionen machte das Unternehmen keine Angaben. „Im Idealfall planen wir den Errichtungsbeginn des ersten Abschnitts im dritten Quartal 2018“, sagte Meyer-Menz. Weitere Teilabschnitte mit jeweils 750 Kilowatt Peak seien für kommunale Beteiligungen vorgesehen. Diese seien im Rahmen des Erneuerbare-Energien-Gesetz begünstigt, das heißt, sie müssen nicht in die Ausschreibung, sondern erhalten eine feste Vergütung. Darüber sei das Unternehmen mit der Gemeinde in Gesprächen.

Gesamtzeit zwei bis drei Jahre

Die Realisierung aller drei Abschnitte werde etwa zwei bis drei Jahre in Anspruch nehmen, da bei den begünstigten kleineren Anlagen bestimmte Zeitfenster beachtet werden müssen.  Die Laufzeiten der Pachtverträge für die genutzten Grundstücke seien auf die gewährten Vergütungszeiträume abgestimmt. Die Vergütungen, die im Rahmen der letzten Ausschreibungen für Anlagen größer 750 Kilowatt Peak zustande kamen, hätten zum Teil um vier Cent pro Kilowattstunde eingespeistem Strom gelegen, „das ist am Strommarkt inzwischen höchst konkurrenzfähig“, erläuterte Mayer-Menz.

 

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