Gegen den Klassenprimus Altstädter wollen kleine Bayern ärgern

Neben Kwasi Okyere Wriedt, der die Regionalliga-Torjägerliste mit 15 Treffern anführt, ist der Südkoreaner Wooyeong Jeong einer der torhungrigsten Bayern-Angreifer. Beim Gastspiel des deutschen Rekordmeisters im Borussia-Park in Mönchengladbach gab der 19-Jährige am 2. März sein Bundesliga-Debüt. Foto: fcbayern.com

FUSSBALL. Fünf Siege in Serie, souveräner Tabellenführer mit acht Zählern Vorsprung auf den Hauptverfolger VfB Eichstätt – der FC Bayern München II wird seiner Favoritenstellung in der Regionalliga Bayern gerecht. Und dennoch: Die SpVgg Bayreuth will am Sonntag um 14 Uhr alles daran setzen, dem Klassenprimus diesmal ein Bein zu stellen.

Im Hinspiel hätte das nämlich beinahe geklappt. Lange lagen die Altstädter durch einen frühen Treffer von Ivan Knezevic (15.) vorne, ehe die Münchner die Begegnung in der Schlussviertelstunde noch in einen 2:1-Erfolg drehten. Regionalliga-Toptorjäger Kwasi Okyere Wriedt (mittlerweile 15 Einschüsse) traf in der 73. Minute, das Siegtor markierte der derzeit wegen eines Außenbandrisses fehlende Paul Will 180 Sekunden vor dem Abpfiff. Es war der 12. September und das erste Spiel für Timo Rost als neuer Altstädter Trainer – und es war eine von lediglich vier Niederlagen, die die Altstädter seitdem unter der Ägide des 40-Jährigen hinnehmen mussten.

Blick auf die neue Tribüne

Mit dem Auftakt – dem 1:1 beim Tabellenzweiten VfB Eichstätt – konnte Rost gut leben: „Uns war wichtig, mit einem Erfolgserlebnis zu starten. Das ist uns mit dem Punktgewinn gelungen. Ich war sehr zufrieden mit unserer Defensive, da ist sehr ordentlich gearbeitet worden. Im Spiel nach vorne können wir noch etwas mehr probieren. Daran werden wir arbeiten.“

Timo Rost: „Das sind solche Spiele, auf die du als Spieler brennst."

Dem zweiten Duell mit den kleinen Bayern sieht er mit großer Vorfreude entgegen: „Das sind solche Spiele, auf die du als Spieler brennst. Natürlich sind die Bayern ein sehr schwerer Gegner, das haben sie zuletzt ja eindrucksvoll bewiesen. Allerdings gilt auch hier, dass wir auf uns und unsere Leistung schauen. Wenn wir ans Limit gehen und unser Potenzial abrufen, können wir immer etwas holen.“ Wie Rost durchblicken ließ, habe man den Spitzenreiter bis ins Detail analysiert. „Doch letztlich müssen das die Spieler auch umsetzen.“

Fans sollen zum zwölften Mann werden

Rost setzt wiederum auf die Unterstützung der Fans, die schon in Eichstätt zum zwölften Mann wurden. Und nun kommt auch noch die neue Tribüne hinzu: „Das ist eine tolle Sache für den Verein und die Fans. Wir freuen uns auf die mit Sicherheit überragende Stimmung im Stadion. Das wird uns einen Schub geben!“

Kleine Bayern mit zahlreichen Talenten

Auf dem Weg zum angestrebten Saisonziel Aufstieg in die 3. Liga – zuletzt waren die kleinen Bayern dort vor sieben Jahren vertreten – kann Bayern-Trainer Holger Seitz auf zahlreiche vielversprechende Talente setzen. Kilian Senkbeil, Mert Yilmaz (beide aus der U 19 von RB Leipzig), Maximilian Welzmüller (VfR Aalen) oder Paul Will (1. FC Kaiserslautern) und in der Winterpause der bisherige Memminger Torjäger Jannik Rochelt (20) stießen zu den bewährten Kräften wie Wriedt, Nicolas Feldhahn oder Maxime Awoudja. Dazu rückt noch das eine oder andere Talent aus der U 19 auf, wie die schon in der Bundesliga eingesetzten Lars Lukas Mai, Patrick Evina und Meritan Shabani. Den stärksten Eindruck hinterließ aber bislang der Südkoreaner Wooyeong Jeong, der nicht nur bereits zwölf Mal ins Schwarze traf, sondern auch in den Fokus anderer Bundesliga-Vereine gerückt ist. So zeigte besonders der FSV Mainz 05 starkes Interesse an einer Ausleihe des 19-Jährigen, dessen Vertrag bei den Bayern bis 2022 läuft.

17-jähriger Joshua Zirkzee lässt aufhorchen

Zuletzt ließ der niederländische U 18-Nationalspieler Joshua Zirkzee aufhorchen. Beim 5:1 gegen den bis dato auswärts ungeschlagenen SV Schalding-Heining traf der erst 17-jährige Stürmer drei Mal, und beim jüngsten 3:0 bei der Reserve des FC Augsburg netzte der 1,93-m-Schlaks zum Endstand ein. Trainer Seitz war dabei nur mit den drei Punkten zufrieden: „Wir müssen schon sagen, dass es ein glückliches Ergebnis ist.“

Und er strich die starke Leistung seines Torhüters Christian Früchtl heraus, der gleich mehrere Gelegenheiten der Fuggerstädter zunichte machte. „Wir haben es insgesamt zu selten geschafft, unser Spiel durchzusetzen. Die Augsburger haben es gut gemacht“, lobte der 44-jährige Übungsleiter seinen Gegner.

Aufgebote

SpVgg Bayreuth: Kolbe – Kracun, Eder (?), Weber, Kopp – Golla, Wolf, Weimar, Schiller – Sulejmani, Knezevic; Skowronek, Dengler, Schwarz, Fenninger, Piller, Makarenko, Miroche, Held.

FC Bayern München II: Früchtl – Feldhahn, Mai, Awoudja, Köhn, Rochelt, Shabani, Jeong, Zirkzee, Wriedt, Nollenberger; Hoffmann, Franzke, Senkbeil, Zaiser, Yilmaz, Mayer, Türkkalesi.

SR: Patrick Hanslbauer (Altenberg)

 

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