Gedenken an das Loveparade-Unglück

Trauerkerzen an der Loveparade-Unglücksstelle zünden am 23.07.2017 in Duisburg (Nordrhein-Westfalen) während der "Nacht der tausend Lichter" Angehörige an. Foto: Roland Weihrauch/dpa

Mit einer "Nacht der 1000 Lichter" haben am Sonntagabend in Duisburg mehrere Dutzende Menschen der Toten und Verletzten des Loveparade-Unglücks vor sieben Jahren gedacht. An der Gedenkstätte am Unglücksort entzündeten sie mehrere hundert Kerzen. Ein Musiker spielte auf einem Saxophon.

Die "Nacht der 1000 Lichter" findet traditionell am Vorabend des Jahrestages statt. Am 24. Juli 2010 waren am einzigen Ein- und Ausgang der Technoparade 21 Menschen erdrückt worden. Die Todesopfer im Alter von 17 bis 38 Jahren kamen aus Deutschland, China, Australien, Spanien, Italien und den Niederlanden. Für ihre Angehörigen gab es am Abend einen nichtöffentlichen Gedenkgottesdienst. Mindestens 652 Loveparade-Besucher wurden damals verletzt. Einige von ihnen leiden bis heute körperlich und seelisch unter den Folgen.

Am Vorabend bereits Menschen an der Gedenkstätte

Bereits am frühen Abend hatten Menschen den Ort aufgesucht. Er befindet sich am Rande eines Straßentunnels. Durch ihn strömten vor sieben Jahren Zehntausende zu einer Rampe, die auf das Gelände eines stillgelegten Güterbahnhofs führte. "Liebe hört niemals auf" steht auf einer großen Stahlplatte geschrieben. Daneben sind zahlreiche Porträtfotos von Opfern angebracht.

Besucher trauern auf unterschiedliche Art und Weise

Mehrere Besucher nahmen sich Grablichter, entzündeten sie und setzten sich dann still in die Nähe. Andere saßen lange in Gedanken versunken auf einer Bank. Mehrere standen zusammen und unterhielten sich. Eine Angehörige, die ihren Sohn verloren hatte, gab Fernseh-Interviews. Eine Krankenschwester erzählte von ihren damaligen Versuchen, mehrere junge Menschen zu reanimieren.

Weitere Gedenkfeier

Am Montag, dem eigentlichen Jahrestag, gibt es zur Unglücksstunde am Nachmittag eine weitere Gedenkfeier an der Gedenkstätte. Die Feier ist erstmals öffentlich. dpa

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