Für Haspo-Damen beginnt Abstiegskampf

So klare Chancen wie beim Überraschungssieg im Hinspiel bekam das Haspo-Team um Jana Lichtscheidel (rechts) in Fritzlar nur sehr selten. Foto: Peter Kolb

Kein großer Grund zur Aufregung ist für die Damen von Haspo Bayreuth die Niederlage zum Start in die Rückrunde der 3. Bundesliga Ost. Schließlich unterlagen sie mit 18:27 (7:15) beim SV Germania Fritzlar dem derzeit stabilsten Anwärter auf die Meisterschaft.

Dass damit trotzdem die ganz heiße Phase im Kampf um den Klassenerhalt begonnen hat, liegt eher an den gleichzeitigen Siegen der Konkurrenten auf den beiden Abstiegsplätzen. Haspo ist nun schon punktgleich mit dem Tabellenvorletzten HSG Osterode – und genau der ist am kommenden Samstag in Bayreuth zu Gast.

„Das Ergebnis ist nicht dramatisch“, sagte Haspo-Trainer Thomas Hankel. „Fast so wie zuvor bei der ähnlich klaren Niederlage in Marienberg wurde uns aufgezeigt, woran wir arbeiten müssen, wenn wir auf jene Mannschaften treffen, die am Ende in der Tabelle hinter uns stehen sollen. Dazu gehört Fritzlar ganz sicher nicht.“

Schon bei Halbzeit keine Chance mehr

Tatsächlich hatten die Bayreutherinnen nie eine Chance, den Favoriten ernsthaft in Schwierigkeiten zu bringen. Auffälligster Unterschied zwischen beiden Mannschaften war die Präzision im Zusammenspiel. Haspo leistete sich viele Ungenauigkeiten, die den Spielfluss hemmten und den Angriff statisch wirken ließen. So gelang es zu selten, die einheimische Abwehr in Bewegung zu bringen. Auf der Gegenseite harmonierten die Gastgeberinnen zeitweise sehr eindrucksvoll und entwickelten aus der Bewegung heraus so viel Druck, dass sie von der ohnehin körperlich unterlegenen Haspo-Abwehr nicht zu stoppen waren.

So zog Germania Fritzlar über 3:0, 6:1 und 11:4 schon in der ersten Halbzeit vorentscheidend davon. Spätestens beim 23:9 (43.) war klar, dass es für Haspo nur um Schadensbegrenzung gehen konnte.

Dieses Minimalziel wurde immerhin mit lobenswerter Moral erreicht. Vor allem die Abwehr wusste sich zu steigern. Der Bayreuther Angriff leistete sich aber immer noch zu viele Fehler, um den Gegner ernsthaft in Schwierigkeiten zu bringen.

Zu den positiven Aspekten für die Bayreutherinnen gehörte das Debüt von Theresa Stöcker. Die vom TV Helmbrechts gekommene Gefreeserin ist erst kürzlich ins Training eingestiegen, fügte sich aber ordentlich ein und erzielte mit dem 13:23 (48.) ihr erstes Tor in der 3. Liga. Ebenfalls neu im Aufgebot stand die am Ende der vergangenen Saison verabschiedete Torhüterin Chari Altenburger, die während der Verletzungspause von Hanna Bauer aushilft.

Statistik

Germania Fritzlar: Maier, Auel – Dietrich (4), Huck (9/5), Fischer (2), Ahrend, Puntschuh (1), Horn (1), Kerwin (1), Meyfarth (5), Denecke (2), Dreyer (1), Cioka (1).

Haspo Bayreuth: Altenburger, Ebersberger – Mergner (1), Lehnert, Lindner, Hall (5), Fischer (1), Lichtscheidel, Körber (7/3), Koppold (2), Friedrich, Stöcker (1), Küffner (1).

SR: Dux/Vollmert (Blomberg); Zuschauer: 100; Strafminuten: Fritzlar 4, Bayreuth 4.

Stationen: 3:0 (4.), 6:2 (12.), 8:4 (18.), 11:4 (21.), 13:6 (25.), 15:7 (Halbzeit), 18:8 (36.), 23:9 (43.), 23:13 (48.), 25:17 (57.), 27:18 (Endstand).

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