Forum doch Fall für Stadtrat?

Aus Stadthalle wird das Forum am Hofgarten. Foto: Archiv/Eric Waha

Hat der Namensfindungswettbewerb für die Stadthalle doch noch ein Nachspiel im Stadtrat? Die Möglichkeit ist zumindest offen. Der SPD-Fraktionsvorsitzende im Stadtrat, Thomas Bauske, hatte in einem offenen Brief an Oberbürgermeisterin Brigitte Merk-Erbe sein „Befremden“ darüber zum Ausdruck gebracht, dass eine Jury sich auf den Namen Forum am Hofgarten für die sanierte Stadthalle geeinigt habe.

„Die Geschwindigkeit bei dem Projekt der Namensfindung ist einzigartig, aber nicht nachvollziehbar“, schreibt Bauske an Merk-Erbe. Der neue Name – innerhalb einer Stunde zustande gekommen – könne laut Bauske „nur ein Vorschlag für den Stadtrat sein“. Nach der Gemeindeordnung und der Geschäftsordnung des Stadtrats entspreche die Jury „bestenfalls einer Kommission“.

Merk-Erbe: Keine Fraktion hatte sich gegen Vorgehen gewehrt

Was der Pressesprecher der Stadt, Joachim Oppold, bereits am Donnerstag auf Anfrage unserer Zeitung deutlich gemacht hatte, bestätigt auch Oberbürgermeisterin Brigitte Merk-Erbe in ihrer Antwort auf die Frage, ob doch noch der Stadtrat damit befasst werden müsse: In einem Brief an Bauske, der dem Kurier vorliegt, schreibt Merk-Erbe, dass der Ältestenausschuss des Stadtrats im Juli mit dem Wettbewerb befasst war. „Von keiner der anwesenden Fraktionen kam eine Meinungsäußerung dergestalt, dass hier Ablehnung signalisiert würde.“

 

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Ende September sei der Ältestenausschuss erneut mit dem Thema befasst gewesen. , zudem seien auf Wunsch von Stefan Specht (CSU) zwei weitere Mitglieder in die Jury berufen worden. Alle Fraktionen hätten die Möglichkeit gehabt, Mitglieder in die Jury zu entsenden. „Insofern bin ich bisher davon ausgegangen, dass Einigkeit darüber herrscht, dass der Beschluss der Jury seitens des Stadtrats akzeptiert und ein gesonderter Beschluss nicht notwendig ist, da die Vorgehensweise im Ältestenausschuss einvernehmlich besprochen wurde.“

Wenn gewünscht, geht der Name noch durch den Stadtrat

Sollte, schreibt Merk-Erbe weiter, dies anders sein, wolle sie das Thema im nächsten Ältestenausschuss auf die Tagesordnung setzen. „Sollte bis dahin oder in der Sitzung selbst eine Behandlung im Stadtrat beantragt werden, wird einem solchen Antrag selbstverständlich nachgekommen.“

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