Florian Vogel verpasst Finale ganz knapp

Mächtig gestreckt hat sich Florian Vogel in seinem olympischen Vorlauf über 400 Meter Freistil, doch es sollte nicht sein: 0,06 Sekunden fehlten am Ende, um sich für das Finale zu qualifizieren. Foto: dpa

Um Haaresbreite ist Florian Vogel die Erfüllung seines Traums von einer Finalteilnahme bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro verwehrt geblieben. In den Vorläufen über 400 Meter Freistil erreichte der Bayreuther von der SG Stadtwerke München die neuntbeste Zeit und verpasste dabei den Endlauf der besten Acht um ganze sechs Hundertstelsekunden.

Im sechsten von sieben Vorläufen hatte Vogel vier Konkurrenten, die mit einer besseren persönlichen Bestzeit angereist waren. Abgesehen von einem leichten Tief auf den zweiten 100 Metern, die er als Vorletzter beendete, hielt er sich aber trotzdem stets in Reichweite der lange Zeit dicht gedrängten Spitzengruppe und konnte gegen Ende noch etwas zulegen. So beendete er das Rennen auf einem starken dritten Platz in 3:45,49 Sekunden, wobei er dem Zweitplatzierten Connor Jaeger (USA) nur um 0,12 Sekunden den Vortritt lassen musste.

Als entscheidend erwies es sich letztlich jedoch, dass zuvor der Franzose Jordan Pothain als Gewinner des fünften Vorlaufs in 3:45,43 ebenfalls noch um 0,06 Sekunden schneller gewesen war. So lag Vogel insgesamt an vierter Stelle und musste hoffen, dass im letzten Lauf mit der stärksten Besetzung nicht mehr als vier Schwimmer seine Zeit unterbieten würden - doch es waren fünf: Der Brite James Guy als Fünfter des letzten Rennens war in 3:45,31 Sekunden noch um 18 Hundertstelsekunden schneller als Vogel.

Persönliche Bestzeit hätte gereicht

Die knappen Abstände waren für Florian Vogel doppelt ärgerlich, denn diese Rivalen lagen für ihn keineswegs außer Reichweite. Mit seiner persönlichen Bestzeit von 3:44,89 Sekunden wäre der Bayreuther Sechster geworden und damit klar im Finale vertreten gewesen.

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