Filmfestival Juliette Binoche freut sich über Frauen auf der Berlinale

Die Jury stellt sich vor: Rajendra Roy (l-r), Trudie Styler, Sebastian Lelio, Juliette Binoche, Sandra Hüller und Justin Chang. Foto: Gregor Fischer

Berlinale-Chef Dieter Kosslick hat sich immer schon für mehr Chancengleichheit für Frauen in Kultur und Medien eingesetzt. Das findet auch seinen Widerhall im Wettbewerb.

Berlin - Die französische Schauspielerin Juliette Binoche (54) sieht es als gutes Zeichen, dass bei der diesjährigen Berlinale mehr Regisseurinnen im Wettbewerb sind als früher.

Von den 17 Filmen entstanden 7 unter weiblicher Regie. "Das ist ein guter Schritt nach vorn. Vor zehn Jahren war es noch nicht so", sagte Binoche am Donnerstag vor Beginn der 69. Internationalen Filmfestspiele Berlin.

Binoche ist dieses Jahr Präsidentin der Jury. Die sechs Juroren, zu denen auch die deutsche Schauspielerin Sandra Hüller (40) gehört, wirkten motiviert: Der Filmkurator des New Yorker Museums MoMa, Rajendra Roy, trug ein T-Shirt mit der Aufschrift "The Future of Film is Female" - die Zukunft des Films sei weiblich.

Die Berlinale, die am Abend eröffnet wird, zeigt bis zum 17. Februar rund 400 Filme. Das diesjährige Berlinale-Motto "Das Private ist politisch" kommentierte Binoche so: Sie seien hier, um herauszufinden, welche Filme unbedingt gezeigt werden müssten, damit man sich weiterentwickle. "Ein guter Film muss menschlich ein. Und wenn er das ist, ist er auch politisch."

Die Jury bekannte sich zum Anspruch der Berlinale, das politisch engagierte Kino zu fördern. Der chilenische Regisseur Sebastián Lelio betonte unter großer Zustimmung seiner Jury-Kollegen: "Die Berlinale hat das politisch engagierte Kino über viele Jahre entscheidend unterstützt. Das ist auch für uns eine Verpflichtung."

 

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