Fenster und mehrere Türen brachial aufgebrochen – Schreibtischschubladen und Schränke im Bürgerbüro durchwühlt Einbruch ins Creußener Rathaus

Bürgermeister Martin Dannhäußer begutachtet die Glastür zum Bürgerbüro, die gewaltsam aufgehebelt wurde. Foto: Frauke Engelbrecht

„Zum Glück ist nur Sachschaden entstanden, es ist keinem etwas passiert oder etwas gestohlen worden“, sagt Bürgermeister Martin Dannhäußer. In der Nacht auf Mittwoch wurde in das Rathaus eingebrochen.

Entdeckt hatte das ein Handwerker, der zurzeit auf der Gebäuderückseite mit Bauarbeiten beschäftigt ist. Als er Mittwochmorgen gegen sieben Uhr kam, sah er, dass ein Fenster an der Verbindung zwischen Rathaus und Mehrzweckhalle offen stand. Bei genauerem Hinsehen stellte er fest, dass es gewaltsam aufgehebelt worden war, und verständigte Mitarbeiter der Verwaltung.

Glastür wurde aufgebrochen

„Der Täter ist durch das Fenster ins Gebäude gelangt, von dort durch den Gang zum Treppenhaus und hat eine Glastür dazwischen aufgehebelt“, erzählt Harald Heidler, Leiter des Ordnungsamtes. Dann hat der Täter versucht, durch eine Nebentür ins Bürgerbüro im Erdgeschoss zu gelangen und dabei das Schloss kaputt gemacht. Schließlich hat er die gläserne Haupteingangstür zum Bürgerbüro aufgebrochen. In dem Raum hat er mehrere Schreibtischschubladen und Schränke geöffnet und durchwühlt. Weiter ging es im benachbarten Ordnungsamt. „Hier hat er auch die Schreibtischschubladen und Schränke durchgewühlt“, sagt Heidler. Am großen Tresor, der sich dort befindet, ist der Täter aber gescheitert.

Für Parteiverkehr geschlossen

Der Sachschaden am Fenster und an den Türen ist beträchtlich, so Heidler. Es wurde wohl ein großes Brecheisen verwendet, sagt er. Die Glastür zum Bürgerbüro lässt sich nicht mehr gefahrlos öffnen. „Es ist zu befürchten, dass sie aus der Verankerung kippt“, sagt Heidler. Darum ist sie erst mal gesperrt. Das Rathaus wurde für den Parteiverkehr geschlossen. „Die Spurensicherung der Polizei hat bis gegen elf Uhr gedauert, da haben wir nicht mehr geöffnet“, sagt Heidler. Angst hat er nicht, aber es sei schon ein unangenehmes Gefühl, sich vorzustellen, dass ein Fremder im Büro war und dort in Schränken und Tischen gekramt hat.

Versicherung wird verständigt

Bürgermeister Martin Dannhäußer war am Mittwoch dienstlich unterwegs und wurde telefonisch von den Mitarbeitern über die Ermittlungsarbeiten auf dem Laufenden gehalten. Man werde jetzt die Versicherung verständigen und dann die Reparaturen in Auftrag geben.

Eine Alarmanlage gibt es im Rathaus nicht, sagt er auf Kurier-Nachfrage. Aber bei dem IT-Sicherheitskonzept, dass zurzeit erstellt werden muss, wird man darüber möglicherweise auch nachdenken. Es sei davon auszugehen, dass der Täter Ortskenntnis hatte, denn er ist zielgerichtet ins Bürgerbüro gegangen. Und auch die Stelle, an der er sich Zugang zum Gebäude verschafft hat, sei auf den ersten Blick nicht unbedingt einsehbar.

Rund 3000 Euro Sachschaden

„Wir ermitteln in alle Richtungen“, sagt Roman Markert, stellvertretender Leiter der Polizeiinspektion Pegnitz. Vor Ort wurden Spuren gesichert. „Es ist natürlicher schwierig, an der Tür zum Bürgerbüro verwertbare Fingerabdrücke zu finden“, sagt er. Das ist an einem Ort, wo reger Parteiverkehr herrscht, nicht so einfach. Auch Markert bestätigt, dass nichts entwendet, aber mit sehr brachialer Gewalt vorgegangen wurde. Den entstandenen Sachschaden schätzt er auf 3000 Euro.

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