Feine Sahne Fischfilet: Dieser Fisch stinkt vom Kopf

Der Sänger der Vorgruppe Feine Sahne Fischfilet beleidigte Horst Seehofer auf der Bühne mit einem üblen Schimpfwort. Fotograf Peter Kolb

KOMMENTAR. Man kann Horst Seehofer mögen. Oder nicht. Man kann seine politische Haltung richtig finden. Oder nicht. Man kann ihn, sollte man seine Haltung in der Migrationsfrage nicht teilen und vielleicht deshalb nicht mögen, den Stachel im Fleisch der Merkel-Regierung nennen. Oder, in Anspielung auf seinen Satz, die Migrationsfrage sei die „Mutter aller Probleme“ den „Vater aller Probleme“.

Was aber gar nicht geht, ist ihn „Arschloch“ zu titulieren. Auch wenn eine Musikband das als Meinungsäußerung auf der Bühne von sich gibt, ist das nicht von der Kunstfreiheit gedeckt. Es ist eine Beleidigung, um einen Andersdenkenden herabzuwürdigen. Leider ist die Beleidigung ein Antragsdelikt und wird nicht automatisch verfolgt.

Besonders schade ist das Verhalten des Sängers Feine Sahne Fischfilet, weil sein Verbalausfall bei dem Open Air der Toten Hosen in Bayreuth auch noch von vielen jungen Leuten frenetisch beklatscht wurde (S.7). AfD und Neonazis bekämpft man besser mit Argumenten. Feine Sahne Fischfilet – dieser Fisch stinkt vom Kopf.

manfred.scherer@nordbayerischer-kurier.de

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