Externes Gutachten soll zeigen: Wie viele Mitarbeiter braucht der Weidenberger Bauhof?

Was braucht der Weidenberger Bauhof an Gebäuden, an Fahrzeugen, an Personal? Dies will Verwaltungsleiter Klaus Bauer von einem externen Gutachter untersuchen lassen. Foto: Andreas Harbach

WEIDENBERG. „Das sind die Dinge, die von den Bürgern gesehen werden“, sagt die Gemeinderätin Irene von der Weth über die Arbeit des Weidenberger Bauhofs. Sind die Wiesen gemäht, sind die Hundekotbehälter geleert? Das sei den Leuten wichtig. Die Bauhofmitarbeiter leisten aber noch viel mehr, sagt der Verwaltungsleiter Klaus Bauer. Wie oft all diese Arbeiten nötig sind, ob der Fuhrpark dafür angemessen ist und welcher Personalstand gebraucht wird – all das soll nun einmal hinterfragt werden. Denn im Bauhof stehen bald große Personalveränderungen an.

„Es wird höchste Zeit, den Bauhof, die Wasserversorgung und die Abwasserentsorgung einmal auf den Prüfstand zu stellen“, sagt Bauer. Denn das Tätigkeitsfeld der etwa zehn Mitarbeiter sei in den vergangenen Jahren immer vielfältiger geworden, viele von ihnen erreichen aber in den nächsten Jahren das Ruhestandsalter.

Arbeit gebe es genug: Zur Pflege der Grünflächen und dem großen Thema Wasser sei die Pflege der Regenrückhaltebecken, der Hochwasserschutzmaßnahmen hinzugekommen. Das Straßennetz, dessen Gräben gemäht werden müssen, sei größer geworden. Die Spielplätze müssen jährlich kontrolliert werden und auch die Baumkontrollen gehören zum Aufgabengebiet der Mitarbeiter.

„Für mich stellt sich insbesondere die Frage, ob die Standards und Arbeitsabläufe im Bauhof korrekt gesetzt sind“, sagt Bauer. Als Beispiel nennt er die Grünflächenpflege: Müssen sie überhaupt gemäht werden und wie oft?

"Jetzt ist der richtige Zeitpunkt"

Grund für die Initiative des Verwaltungsleiters ist das Alter der Bauhofmitarbeiter, von denen in den kommenden Jahren zahlreiche in den Ruhestand wechseln werden. „Deshalb ist jetzt der richtige Zeitpunkt, den Personalbedarf für die Zukunft zu ermitteln“, sagt Bauer.

Zu diesem Zweck wird nun eine externe Firma gemeinsam mit der Bauhofleitung die Organisationsabläufe, den Personalbedarf und die notwendige Zahl und Art von Gebäuden, Fahrzeugen und Geräten unter die Lupe nehmen.

Weidenberg ist größer als Bayreuth

Denn ein simpler Vergleich mit Nachbargemeinden sei nicht möglich, sagt Bauer auf Anfrage von Erika Dörfler. Das Gemeindegebiet der Verwaltungsgemeinschaft Weidenberg sei sehr groß - sogar größer als das von Bayreuth - und es gebe gleich mehrere Abwasseranlagen und Anlagen zur Wasseraufbereitung.

„Es ist auch nicht ausgeschlossen, dass wir einen Personalmehrbedarf haben“, sagt Bauer. „Creußen, auch eine Verwaltungsgemeinschaft, habe zum Beispiel einen Bauhofkoordinator“, sagt der Bürgermeister Hans Wittauer. In jedem Fall sei jetzt, ehe die Ruhestandswelle anstehe, der richtige Zeitpunkt, dies zu prüfen, sind sich Gemeinderäte und Verwaltung einig: Der Gemeinderat hat der Prüfung ohne Gegenstimme zugestimmt. Die Vergabe erfolgt in nicht-öffentlicher Sitzung, daher sind die Kosten für den Markt Weidenberg noch nicht bekannt.

 

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