Erste Besprechung mit Verkehrsamt, Polizei und Parkraumbewirtschafter: "Keine größeren Probleme" Gartenschau: Nur kleine Nachbesserungen

Dagmar Voß und Ulrich Meyer zu Helligen, die beiden Geschäftsführer der Landesgartenschau. Foto: Eric Waha

Der erste Kassensturz nach drei Tagen Landesgartenschau zeigt Angaben der Geschäftsführer Dagmar Voß und Ulrich Meyer zu Helligen: "Es läuft alles ganz gut." Eine Besprechung am Montagmittag mit Polizei, Straßenverkehrsamt und dem Parkraumbewirtschafter habe gezeigt, dass man nur an einigen wenigen Stellschrauben nachjustieren müsse.

Besucherzahlen: Dagmar Voß und Ulrich Meyer zu Helligen lagen am Sonntagnachmittag im Gespräch mit unserer Zeitung ziemlich genau auf Linie: 18.000 Besucher, schätzten die beiden, werden es am Wochenende gewesen sein. 18.000 sind es auch am Montag, nach der ersten belastbaren Auswertung der Kassen und der Zahl der verkauften Tickets. Die Ermittlung der Besucherzahlen: "Wir rechnen die Dauerkarten mit einem Besuch pro Woche mit rein", sagt Voß. Der Aufsichtsrat habe aus Kostengründen darauf verzichtet, dass Drehsperren wie auf Messen aufgebaut werden, um eine genaue Besucherzahl pro Tag zu bekommen. "In Bamberg gab es das, da ist man auch auf einen Besuch pro Woche bei den Dauerkartenbesitzern im Schnitt gekommen", sagt Voß. Am Wochenende wurden rund 360 Dauerkarten neu verkauft, dazu 4000 Tagestickets. "Wir rechnen im Schnitt mit 4385 Besuchern am Tag. Also liegen wir sehr gut im Schnitt", sagt Voß.

Parken: "Der Parkraumbewirtschafter  sagt, es läuft alles ordnungsgemäß", sagt Ulrich Meyer zu Helligen. Es habe so weit alles geklappt. Die Zahlungsmoral der Besucher auf den Parkplätzen, die nur am Samstag, Sonntag und und den Ferien gebührenpflichtig sind, sei gut. "Die Bayreuther scheinen ehrlich zu sein", sagt Voß. Die Parkplätze an der Jugendverkehrsschule, der kleine Parkplatz gegenüber und die Plätze an der Oberen Röth sind (wie berichtet) nur an den Tagen, an denen keine Schule stattfindet, gebührenpflichtig, sonst sind die Automaten abgedeckt. Alle anderen Parkplätze, also der Volksfestplatz, der Parkplatz Grünewaldstraße, der FC-Platz und der Parkplatz nahe des Haupteingangs haben Schrankenanlagen. Eine Beschwerde habe es aus der Hammerstatt gegeben, dass am Eröffnungstag die Straßen dort zugeparkt gewesen seien. Das habe man im Blick, auch wenn es schwer zu kontrollieren sei. 

Verkehrsregelung: Das Gewohnheitstier hinterm Steuer weicht offensichtlich nur schwer von einmal eingeschlagenen Wegen ab. Deshalb muss jetzt in der Äußeren Badstraße verstärkt die Polizei ran. Denn viele biegen nach wie vor von der Friedrich-Ebert-Straße kommend nach links ab in Richtung Haupteingang der Gartenschau oder eben zur Handwerkskammer. "Baulich und verkehrsrechtlich kann man tatsächlich nicht mehr machen als das, was wir gemacht haben", sagt Meyer zu Helligen. "Dort ist die Linksabbiegerspur abgetrennt, es sind gelbe Markierungen auf der Fahrbahn. Es ist ein Einbahnstraßenschild montiert. Die Leute müssten ja eigentlich auch spätestens dann, wenn sie auf einem eingezeichneten Radweg fahren, merken, dass was falsch läuft." Deshalb wird die Polizei dort verstärkt ein Auge drauf haben. 

Fahrradparkplätze: Da wird noch nachgebessert. Besonders am Haupteingang. "Das war schon recht knapp am Eröffnungstag", sagt Meyer zu Helligen. Am Freitag sollen rund 10.000 Menschen auf dem Gelände gewesen sein. Nahe dran an der Zahl, die man für Spitzentage einkalkuliert hat: 13.000 bis 14.000 werden ab Mai den Sommer über an den Tagen mit höchster Frequenz erwartet. Und da soll ausreichend Stellplatz für Radler sein.

Shuttlebus: Der werde, sagt Meyer zu Helligen, sehr gut angenommen. Der Bus fährt vier Stationen in der Stadt an. "Wir werden allerdings den Abfahrtsort des Shuttlebusses noch etwas besser ausschildern. Damit man auf jeden Fall weiß, wo er abfährt."

Kritik: Kommt immer, sagt Voß. Aber sie hält sich in sehr engen Grenzen, sagen die Geschäftsführer auf Nachfrage. "Einer hat bei uns in der Geschäftsstelle angerufen und sich beschwert, dass die Eintrittspreise zu hoch seien. Aber das haben wir immer. Und das hätten wir auch, wenn wir die Hälfte verlangen würden." Qualifizierte Kritik, die an die Verantwortlichen herangetragen worden sei, gebe es außer der aus der Hammerstatt nicht in nennenswerter Zahl.

Frost: Ist ein Thema, das man mit leichter Sorge beobachtet. "Wir hatten schon überlegt, dass man die Blumen abdeckt, wenn es weiter stärkeren Frost geben sollte. Das Problem ist nur: wenn das dann nachts reinregnet, ist der Schaden größer als wenn man nicht abdeckt", sagt Voß. Normalerweise halten die Frühjahrsblüher schon einiges aus. "Ein paar wenige sind dabei, bei denen sollte es nicht mehr als zwei Grad minus haben. Aber vielleicht sind das, was wir gerade erleben, die vorgezogenen Eisheiligen."       

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