Erst muss der Prebitzter Haushalt stehen

Lange hatten die Bürger aus Groß- und Kleinkorbis für den Anschluss an die Kläranlage in Frankenberg gekämpft. Foto: Frauke Engelbrecht

Der Haushalt für die Gemeinde Prebitz ist noch in Arbeit. Und so lange er nicht verabschiedet ist, ist noch einiges offen, sagt Bürgermeister Hans Freiberger. Aber Pläne, was eigentlich dieses Jahr alles gemacht werden müsste und gemacht wird, hat er natürlich schon.

Feuerwehrhaus: Ein Thema, das in der Vergangenheit immer wieder in den Schlagzeilen war, ist das Feuerwehrhaus in Engelmannsreuth. Nachdem der Gemeinderat mit drei Gegenstimmen heuer nochmals einen Neubau abgelehnt hat, soll das bestehende Gebäude jetzt saniert werden. Der laufende Betrieb soll dabei möglichst schonend weiter laufen. „Der Auftrag für eine Entwurfsplanung wurde jetzt an den Hersbrucker Architekten Norbert Thiel vergeben“, so der Bürgermeister. Thiel hatte auch das Konzept für einen möglichen Neubau erstellt. Der Architekt ist selber Kreisbrandrat. Für die Planung sind dieses Jahr 10.000 Euro vorgesehen.

Gemeindezentrum: Das Gemeindezentrum in Bieberswöhr ist groß, aber nicht groß genug. Es fehlt an Lagerplatz. So steht unter anderem das Geschirr für Großveranstaltungen im Keller und die Putzmaschine im Kanzleibüro. In der vergangenen Gemeinderatssitzung hatte Bürgermeister Freiberger dem Gremium verschiedene Möglichkeiten zur Schaffung weiteren Lagerraums vorgestellt. Er favorisiert einen Anbau in Leichtbauweise und auf Holzständern auf der Rückseite des Gebäudes. Der Lagerraum soll auf Höhe des Flures neben dem Eingang zu den Räumen der Landjugend entstehen und etwa drei mal fünf Meter groß sein. Freiberger rechnet mit Kosten um die 60.000 Euro. Der Gemeinderat wird in seiner nächsten Sitzung entscheiden, ob er dieser Lösung zustimmt.

DSL: Der Breitbandausbau in der Gemeinde soll heuer fertig gestellt werden. Wie der Bürgermeister informiert, wurden im Bereich unter der Vorwahl 09270 im vergangenen Jahr die Erdarbeiten bereits fertig gestellt. Heuer soll der Bereich der Vorbacher Vorwahl 09205 geschafft werden. Von den Gesamtkosten in Höhe von 750.000 Euro verbleiben bei der Gemeinde 150.000 Euro.

Straßen: Wie in fast jeder Kommune, sind auch in der Gemeinde Prebitz diverse Straßensanierungen geplant. So soll die Gemeindeverbindungsstraße von  Engelmannsreuth  nach Preußling gemacht werden. Eigentlich war das schon für vergangenes Jahr geplant, aber es gab keine Firma, die das noch zeitlich ausführen konnte. Freiberger hofft,  dass es dieses Jahr klappt. Außerdem sollen im Ortsbereich von Engelmannsreuth einige Straßen ausgebessert werden. Hier sollen Risse in der Asphaltdecke und an den Bordsteinen behoben werden. Rund 50.000 Euro sind insgesamt dafür vorgesehen.

Kanal: Und ein weiteres Thema, das die Gemeinde schon lange beschäftigt, wird heuer angegangen. Der Kanalbau in den Ortsteilen Klein- und Großkorbis soll durchgeführt werden. Der Gemeinderat hatte mit 10:3 Stimmen im Jahr 2015 der zentralen Entwässerung der Orte an die Kläranlage in Frankenberg zugestimmt. Die Bürger hatten im Vorfeld massiv für den Kanalanschluss gekämpft. Auch hier kommen auf die Gemeinde Kosten in Höhe von 60.000 Euro zu.

Parkplatz: In Engelmannsreuth soll der Parkplatz vor dem Kindergarten gemacht werden. Zurzeit wird von der Fläche immer wieder Schotter in den Kanal gespült. Nun soll der Parkplatz asphaltiert und eine wasserführende Rinne gebaut werden. Der Bürgermeister rechnet mit Kosten von rund 30.000 Euro.

Dorfladen: Braucht Engelmannsreuth einen Dorfladen? Der Gemeinderat soll sich bis zu seiner nächsten Sitzung entscheiden, ob er Fragebögen an alle Haushalte der Gemeinde austeilt, die den Bedarf eines Dorfladens feststellen sollen. Die Meinung dazu ist im Gremium zwiegespalten. Manche befürchten eine Konkurrenz für ein örtliches Geschäft mit Brennstoffen und Getränken. Andere sagen, dass nur Bürger aus Engelmannsreuth selber sowie aus Altencreußen den Laden nutzen würden. Einwohner der anderen Ortsteile seien näher an Creußen beziehungsweise Pegnitz und Bayreuth orientiert. Wieder andere halten die Einrichtung eines Dorfladens gerade für ältere Mitbürger für ideal. Wie die weitere Planung eines Dorfladens aussieht, könne noch nicht gesagt werden, so lange der Bedarf nicht festgestellt wurde, so Freiberger.

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