Erst Hof, dann Coburg Oberfranken-Ausstellung: Wirtschaft zeigt ihre Vielfalt

Vergangenes Jahr lockte die Oberfrankenausstellung in Hof Tausende Besucher an. Foto: Kinold Ausstellungsgesellschaft mbH

HOF/COBURG. Die hiesige Wirtschaft kann im Oktober kräftig für sich werben. Die Oberfranken-Ausstellung macht vom 3. bis zum 7. Oktober Station in Hof und vom 11. bis zum 14. Oktober in Coburg. Für Veranstalter Peter Kinold sind die Messen ein „Spiegel der regionalen Wirtschaft“.

Häufig werde über Digitalisierung und Globalisierung diskutiert. Doch die analoge Welt habe eben auch einiges zu bieten, betont Kinold. Und stellt fest, dass lokale Angebote bei den Menschen immer mehr gefragt seien. „Viele Menschen vertrauen den Produzenten vor Ort und stufen Erzeugnisse aus ihrer Heimat als qualitativ hochwertig.“ „Die Region erleben“ – das Motto der Ausstellungen treffe deshalb genau den Nerv, findet er.

Die Schau in Hof wird am 3. Oktober von Dorothee Bär, Staatsministerin für Digitalisierung in der Bundesregierung, eröffnet. Kinold rechnet insgesamt mit zirka 40 000 Besuchern. „Wenn das Wetter mitspielt, können wir das schaffen.“ In der Freiheitshalle präsentieren sich etwa 250 Aussteller. Ob Freizeit, Touristik, Outdoor oder Medizin, Gesundheit und Wellness – das Programm ist vielfältig. Es gibt Vorträge, Workshops und Informationsstände. Die Stadt Hof stellt ihr Konzept „Bauen und Wohnen“ vor. Darüber hinaus erläutert die Wirtschaftsförderung, wie sich Hof als Einkaufsstadt weiterentwickeln soll.

Ebenso können sich Besucher Tipps von Experten zu den Themen Haustechnik, Heimwerkerbedarf, Renovierung und Energiesparen holen. „Gerade Hausbesitzer kommen hier voll auf ihre Kosten“, ist Kinold überzeugt.

Überhaupt sei die Oberfranken-Ausstellung eine eindrucksvolle Leistungsschau der regionalen Wirtschaft. Das Handwerk etwa boome seit Monaten. Das sei zwar einerseits positiv, dämpfe andererseits aber auch das Messegeschäft. Viele Betriebe seien derart ausgebucht, dass sie gar keine neuen Aufträge mehr annehmen können, berichtet Kinold. Kinold legt Wert darauf, dass gerade für Familien und das junge Publikum etwas geboten wird.

Als Beispiel nennt er die Sonderschau „Mehr Zeit für Kinder“. Fachleute informieren Eltern, wie sie Freizeit gemeinsam mit dem Nachwuchs sinnvoll nutzen können. Es gehe in Zeiten der Allgegenwärtigkeit von Smartphones, Tablets & Co darum, Alternativen aufzuzeigen, erklärt der Messe-Chef. Denn nicht nur die digitale Welt, sondern auch die analoge könne sehr spannend sein. So ist etwa ein Parcours vorgesehen, bei dem Kinder praxisnah etwas über Verkehrssicherheit lernen.

Katzenliebhaber dürfen sich ebenfalls freuen. Es werden Rassekatzen präsentiert und prämiert. „Es werden viele tolle Tiere zu sehen sein“, wirbt Kinold für die Sonderschau.

Als „ausgezeichnete Idee“ bezeichnet Kinold das sogenannte Repair-Café des Hofer Abfallzweckverbandes. An dessen Stand können Besucher etwa defekte Elektrogeräte oder kaputte Textilien bringen. Die Mitarbeiter des Verbands versuchen, die Gegenstände gemeinsam mit den „Kunden“ zu reparieren. Damit setze man auch ein Zeichen gegen die „Wegwerfgesellschaft“, unterstreicht Kinold.

220 Aussteller präsentieren sich vom 11. bis zum 14. Oktober in Coburg. Kinold sagt, er wolle das Einzugsgebiet noch mehr in Richtung Thüringen erweitern. Insgesamt 28 000 Besucher erwartet er bei der Verbrauchermesse. Das Angebot ist ebenfalls vielseitig. Themen wie bauen und Wohnen sowie Gesundheit, Wellness und Medizin spielen eine Rolle. Außerdem präsentiert sich das in Neuenmarkt im Landkreis Kulmbach ansässige Deutsche Dampflokomotiv-Museum. Der Bezirksfischereiverband Oberfranken ist vertreten. Und die Freiwillige Feuerwehr zeigt ihre Leistungskraft und wirbt um Nachwuchs.

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