Eric Chouinard gibt Debüt für die Tigers

Die Aussicht auf die Verstärkung durch Eric Chouinard (links) lässt Tigers-Trainer Sergej Waßmiller (rechts) etwas zuversichtlicher in die Zukunft blicken. Foto: Alexander Vögel

Nach acht Spielen ohne Punktgewinn in der DEL2 soll es für die Bayreuth Tigers endlich wieder aufwärts gehen. Ein Teil dieser Hoffnung ruht auf einem Neuzugang, der an diesem Wochenende seinen Einstand geben wird: Am Freitag um 19.30 Uhr beim EHC Freiburg und am Sonntag um 18.30 Uhr daheim gegen den SC Riessersee wird erstmals Eric Chouinard zum Aufgebot gehören.

„Das ist eine Persönlichkeit, die nicht nur auf dem Eis wertvoll für uns sein wird, sondern auch in der Kabine“, sagt Sergej Waßmiller über den 37-jährigen Kanadier, der seit Beginn dieser Woche mittrainiert. „Er hat enorm viel Erfahrung, ein gutes Auge und einen guten Schuss.“ Chouinard war 1998 in der ersten Runde des NHL-Drafts von den Montreal Canadiens gezogen worden, sammelte dann zwischen 2000 und 2005 bei 90 Einsätzen in der stärksten Liga der Welt 22 Scorerpunkte (elf Tore, elf Vorlagen) und zeichnete sich dann in sieben DEL-Spielzeiten als beständiger Scorer mit einem Gesamtschnitt von 0.86 Punkten pro Spiel aus. Nach drei Jahren bei den Straubing Tigers war Chouinard von 2009 bis 2013 ein Leistungsträger der Nürnberg Ice Tigers, für die er in 193 Spielen starke 162 Punkte erzielte (70 plus 92), Dass der Neuzugang seit der vergangenen Saison bei Grenoble in Frankreich kein Spiel mehr bestritten hat, betrachtet Waßmiller nicht als großes Problem: „Er wird etwas Zeit brauchen, bis er in Topform ist, aber er hilft uns definitiv sofort weiter.“

Viel hält der Tigers-Trainer auch vom zweiten Debütanten in seinem Team: „Er ist lernwillig, schnell, wendig und läuferisch stark“, sagt er über den Tölzer Constantin Ontl, der als 19-Jähriger aber naturgemäß noch keine Führungsrolle spielen kann: „Er wird uns erst einmal in der Breite helfen.“ Und das sei wichtig genug: „Statt elf Feldspielern haben wir jetzt 13 – weltbewegend ist das auch nicht.“ Zwar werde Sergej Stas erstmals seit dem Auftreten seiner Leistenprobleme wieder mitwirken, aber dafür falle der an der Schulter verletzte Mathias Müller aus: „Er war schon in den letzten Spielen angeschlagen, jetzt geht es nicht mehr.“ Bei Thomas Voronov, der während des letzten Heimspiels gegen Heilbronn (2:5) ausgefallen war, wurde inzwischen ein Bänderriss in der Schulter diagnostiziert, der ihn voraussichtlich sechs Wochen lang zum Aussetzen zwingen wird. Immerhin hat Eugen Alanov in Nürnberg wieder das Training aufgenommen.

Waßmiller will nicht einmal ausschließen, dass er am Sonntag auf Valentin Busch und Luca Gläser angewiesen sein könnte, die am Samstag ihren letzten Einsatz bei der U-20-Weltmeisterschaft in Frankreich absolvieren. Dass sie nach fünf Spielen innerhalb von sieben Tagen einen frischen Eindruck hinterlassen, dürfe man allerdings nicht erwarten.

Zur Hoffnung auf ein Ende der Bayreuther Negativserie trägt auch die bisherige Bilanz gegen die kommenden Gegner bei. Beim EHC Freiburg, der mit fünf Punkten Abstand (und einem Spiel mehr) genau auf dem angestrebten zehnten Platz liegt, haben die Tigers zum Saisonstart erst nach Verlängerung mit 2:3 verloren und später ihr Heimspiel sicher mit 5:1 gewonnen. Die Gastgeber hatten sich in den letzten Wochen einen großen Sprung nach von erhofft, weil sie fünf von sieben Spielen daheim austragen konnten. Drei davon gingen jedoch verloren, dafür erzielten sie die größten Erfolge dieser Phase ausgerechnet in den beiden Auswärtsspielen in Bad Nauheim (5:3) und beim Titelverteidiger Frankfurt (4:2).

Den SC Riessersee, der sich auf den Plätzen drei bis fünf beständig unter den wahrscheinlichen Playoff-Teilnehmern aufhält, bezwangen die Tigers im ersten Heimspiel mit 4:3. In Garmisch-Partenkirchen boten sie dann vor erst drei Wochen mit einem bereits erheblich dezimierten Kader eine starke Leistung und ließen erst durch einen Schuss ins leere Tor das entscheidende 2:0 des Favoriten zu. Bemerkenswert war dabei vor allem die Defensivarbeit gegen den Paradesturm des SCR mit Richard Mueller (21 Assists) und Andreas Driendl (16 plus 17), die in der Scorerliste der Liga auf den Plätzen drei und sieben liegen. Mit Heimvorteil ist die Chance für die Tigers sicher noch etwas größer, denn auswärts ist der SC Riessersee vor seinem letzten 4:1-Sieg in Heilbronn in fünf von sechs Spielen punktlos geblieben.

Neuzugang für die Bayreuth Tigers

Der 19-jährige Stürmer Constantin Ontl wechselt mit sofortiger Wirkung an den Roten Main und ist am Wochenende bereits spielberechtigt. Ontl erlernte das Eishockeyspielen in seiner Heimat Bad Tölz und durchlief den kompletten Nachwuchs im Isarwinkel. Als Kapitän des DNL-Teams führte er seine Mannschaft im letzten Jahr zum Deutschen Vizemeisterschaft. In der laufenden Saison lief der als sehr guter Schlittschuhläufer geltende Stürmer, der sich auf der Center-Position besonders wohl fühlt und mit einem gewissen Zug zum Tor ausgestattet ist, 18 Mal für die Tölzer Löwen in der DEL2 auf. Dabei gelangen ihm zwei Treffer und eine Vorlage. Dreimal wurde er im Rahmen einer Förderlizenz-Vereinbarung auch beim TEV Miesbach in der Oberliga eingesetzt, wobei ihm zwei Treffer gelangen. „Ich freue mich auf die neue Aufgabe und möchte dem Team, so gut es geht, weiterhelfen. Ich habe natürlich mitbekommen, dass in Bayreuth junge Spieler gefördert werden und viel Eiszeit bekommen“, sagt Ontl.

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