Emotionaler Abschied vom Wertstoffhof

Mit dem Jahr 2017 und der Einführung der Gelben Tonne 2018 schließen auch viele gemeindliche Recyclinghöfe. Für die Menschen offenbar ein emotionales Thema. Denn hier wurden keineswegs nur leere Verpackungen abgegeben.

Am Samstag vor Silvester hatten die Recyclinghöfe in Heinersreuth und Altenplos das letzte Mal geöffnet. Viele Bürger nutzten die Gelegenheit, noch einmal gut sortiert ihren Verpackungsmüll abzugeben. Somit ergab sich spontan eine Abschiedsfeier, zu der auch Bürgermeisterin Simone Kirschner und einige Gemeinderäte gekommen waren. Werner Kauper schenkte im Namen der CSU-Gemeinderatsfraktion kostenlos Glühwein für die Besucher aus.

BN sagt danke

Eine kleine Delegation des Bund Naturschutzes Heinersreuth/Altenplos bedankte sich bei Karin Müller mit einem Blumenstock für die jahrelange Arbeit am Wertstoffhof. BN-Ortsvorsitzender Volkmar Klatt bedauerte, dass der Landkreis Bayreuth die Gemeinden bei der Erhaltung der Wertstoffhöfe nicht länger unterstützt hat. Der Recyclinghof in Heinersreuth entwickelte sich über die Jahre hinweg auch zu einem Treffpunkt für viele Bürger. Rudi Gärtner, der zweite Vorsitzende der Ortsgruppe Naturschutz, sieht die „gelbe Tonne“ als überdimensioniert an. „In meiner Familie fällt sehr wenig Verpackungsmüll an, deshalb teile ich die Tonne mit meinem Nachbarn“, sagte Gärtner in kleiner Runde.

Zurück an die alte Wirkungsstätte

Zur Abschiedsfeier kam auch Waltraud Spahn mit ihrem Mann noch einmal an ihre alte Wirkungsstätte. Sie war vor Karin Müller neun Jahre lang das Gesicht des Wertstoffhofes und half den Heinersreuther Bürgern bei der Entscheidung, die richtige Box für den Verpackungsmüll zu finden.

Am Samstag hatte auch der Wertstoffhof der Gemeinde Aufseß das letzte Mal seine Toren geöffnet. Die Gemeinde hatte zum Abschluss zu einer Tasse Glühwein mit Lebkuchen eingeladen. Bürgermeister Ludwig Bäuerlein bedauert es sehr, dass die Wertstoffhöfe aufgelöst wurden. Dieser war nicht nur eine Abgabestelle für das Verpackungsmaterial, sondern auch ein Ort, an dem sich die Bürgerinnen und Bürger auch mal trafen.

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