Ein Weg für Ursula Kastner

Ehre für Ursula Kastner. Ein Rad- und Fußweg, der die Nibelungenstraße mit der Bürgerreuther Straße verbindet, soll künftig nach der vielseitig sozial engagierten, früheren Stadträtin der SPD benannt werden. Der Weg ist 38 Meter lang und verläuft unterhalb des sogenannten Burgenlandplatzes. Der Antrag, den Weg nach Kastner zu benennen, stammt von dem Landtagsabgeordneten der SPD, Christoph Rabenstein.

Zur Begründung heißt es, Kastner habe sich ihr Leben lang außerordentlich für die Belange von behinderten und kranken Menschen eingesetzt. Kastner gilt als Wegbereiterin der ersten Behindertenschulklasse in Oberfranken und leitete sieben Jahre lang die Dietrich-Bonhoeffer-Schule. Sie war Mitbegründerin und Vorstandsmitglied der Vereine „Hilfe für das behinderte Kind“ in Bayreuth und Pegnitz, war Gründungsmitglied des Vereins „Kontakt“ und engagierte sich bei Arbeiterwohlfahrt, Diakonie und Tierschutzverein. Kastner war außerdem Patientenfürsprecherin am Bezirkskrankenhaus. Für ihr Engagement wurde sie unter anderem mit dem Bayerischen Verdienstorden, dem Bundesverdienstkreuz, der Staatsmedaille für soziale Dienste, der Bayreuth-Medaille und der Ehrenmedaille des Bezirks ausgezeichnet. Kastner wurde 1923 in Bayreuth geboren und lebte bis zu ihrem Tod in der Nibelungenstraße, unweit des Weges also, der jetzt nach ihr benannt wird.

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