Doppeljubiläum für Altbürgermeister

Bindlachs Altbürgermeister und einziger Ehrenbürger Hans Steininger feierte im Bartholomäus-Wohnpark nicht nur seinen 85. Geburtstag, sondern gleichzeitig mit seiner Ehefrau Lore auch die Eiserne Hochzeit nach 65 Jahren Ehejahren voller Erlebnisse und Aktivitäten. Unser Bild zeigt das unzertrennliche Paar mit den Bürgermeisternachfolgern Landrat Hermann Hübner ( Bildmitte) und Bürgermeister Gerald Kolb (links).

Hans Steininger, Bindlachs Altbürgermeister und einziger Ehrenbürger, hat in den 90er Jahren selbst großen Einsatz für den Bau eines Senioren-Wohn- und Pflegheims in Bindlach eingesetzt. Nun wohnt er seit einem halben Jahr selbst im Bartholomäus-Wohnpark und erinnert sich daran: „Mit Pfarrer Lindner war ich damals dreimal in München bei Ministerin Barbara Stamm, um die Bedarfsanerkennung zu erhalten.“ Es hat geklappt und deshlab feierte er jetzt hier. Grund dafür gab es gleich zweifach: Steiningers 85. Geburtstag und gleichzeitig das 65-jährige Ehejubiläum mit seiner Gattin Lore, die Eiserne Hochzeit.

Der Altbürgermeister hatte seine Gattin, eine gelernte Schneiderin in Aldingen am Neckar kennen gelernt. Dort heirateten sie i 1953 und zogen nach Bindlach, wo Hans Steininger in seinem Beruf als Gärtner arbeitete.

Ein Gärtner lässt Bindlach erblühen

Schon 1960 zog es ihn aber in die Politik. Er trat in den SPD-Ortsverein ein und ist heute dessen ältestes Mitglied. Sechs Jahre später begann seine außergewöhnlich erfolgreiche Bürgermeister-Karriere mit fünf Wiederwahlen. Im Jahr 1966 war er mit 27 Jahren der jüngste bayerische Bürgermeister. Aus gesundheitlichen Gründen legte er 1994 die Verantwortung in die Hände des jetzigen Landrats Hermann Hübner.

Die Entwicklung Bindlachs mit nachhaltiger Infrastruktur trägt seine Handschrift, seine Auszeichnungen reichen bis zum Bundesverdienstkreuz. Es wäre müßig, alle kommunalen Projekte unter seiner Federführung aufzuzählen: Die Gemeinde dankte ihm mit der Verleihung des Ehrenbürgerrechts.

Mitmenschlichkeit und Bürgernähe

Hans Steininger war als Bürgermeister immer realistisch, tatkräftig und vorausschauend. Die Gebietsreform ging gut über die Bühne , die Vereine und Verbände erhielten seine Unterstützung und die Volkshochschule leitete er als Gründungsvorsitzender von 1967 bis 1994. Seine Mitmenschlichkeit und Bürgernähe war auch bei der Doppelfeier zu spüren. Gefragt nach seinem Herzenserlebnis in der Dienstzeit, meinte er: „Die erste Seniorenweihnachtsfeier 1966 im TSV-Saal mit etwa 200 Bürgerinnen und Bürger hat mich sehr berührt.“

Das Sahnetörtchen einer ruhelosen Amtszeit

Genüsslich ließ er sich während der Erinnerungen an die für ihn „ruhelose“ Amtszeit sein Sahnetörtchen schmecken. Er trägt noch ein Pflaster, aber die Kopfverletzung wegen eines Sturzes hat er schon weggesteckt: „Meine Beine haben nicht mehr mitgemacht“, lautete seine lakonische Begründung für den Unfall im Zimmer. Gerne würde er wieder Akkordeon spielen. Vielleicht im Sommer im Garten, sinnierte er.

Fünf Enkel, fünf Urenkel

Lore Steininger war immer eine fleißige Familien-Managerin und unterstützte ihren Hans im öffentlichen Leben, zeigte viel Verständnis für den verantwortlichen Beruf und hatte mit der Erziehung der vier Kinder viel am Hals: „Aber mein Hans war immer besorgt um die Familie und für alle da!“, erinnert sie sich. Vier Kinder, fünf Enkel und fünf Urenkel gehören zur großen Familie.

Steininger hat auch die kommunale Partnerschaft mit dem österreichischen Niedernsill ins Leben gerufen. „ Sollte ich gesundheitlich in der Lage sein, könnten wir drei doch mal nach Niedernsill fahren. Vielleicht packen wir das noch mal “, sagte er zu seinen Gratulanten Landrat Hermann Hübner und Bürgermeister Gerald Kolb.

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