Die Förderoffensive Nordostbayern berücksichtigt die Stadt nicht – Bürgermeister Harald Schlegel verärgert Gefrees guckt in die Röhre

Während in vielen Rathäusern des Landkreises Hof Freude über den Geldsegen aus der Förderoffensive Nordostbayern herrscht, guckt Gefrees im Landkreis Bayreuth in die Röhre. Die Stadt geht leer aus, denn der Landkreis zählt nicht zum Fördergebiet – ein Umstand, der Bürgermeister Harald Schlegel ärgert.

„Es ist richtig und gut, dass der Freistaat hilft, aber es ist nicht nachvollziehbar, dass dieses Programm nur für die Gemeinden unserer Nachbarlandkreise gilt.“ Schlegel hält es für „nicht zielführend“, dass der Freistaat das Fördergebiet scharf nach Landkreisen abgegrenzt hat, anstatt stärker die Gegebenheiten jeweils vor Ort zu berücksichtigen. Offenbar habe er sich von dem Gedanken leiten lassen, dass es Teilen des Landkreises Bayreuth „ein bisschen besser geht“ als den Nachbarn.

Vergleichbar mit Zell und Münchberg

Dabei, wendet Schlegel ein, gebe es auch im Raum Hof oder Wunsiedel Gemeinden, die besser da stünden als andere. Die Situation von Gefrees wiederum sei vergleichbar mit Zell, Sparneck, Münchberg oder Stammbach, die alle von dem Förderprogramm profitieren.

Auch in Gefrees gebe es eine ganze Reihe von maroden Anwesen, die für Sanierung oder Abriss und Wiederbebauung infrage kämen, betont der Bürgermeister. Dazu zählten Teile der Stadthalle oder der sogenannte Neubau der Grundschule sowie künftig leer stehende Gebäude beispielsweise in der Hauptstraße.

Vorhaben kosten viel Geld

„Alle diese Fälle kommen in den kommenden Jahren auf uns zu, und das kostet einen Haufen Geld“, sagt Schlegel. Er habe das Thema im Kreisausschuss angesprochen und den Bayreuther Landrat gebeten, die Möglichkeiten des Landkreises auszuloten und die Angelegenheit bei der Regierung vorzubringen. Ziel müssten Verbesserungen bei künftigen Förderprogrammen sein.

Im Fall der aktuellen Offensive Nordostbayern sei „der Zug wohl leider abgefahren“, befürchtet Schlegel, auch wenn „der eine oder andere Landtagsabgeordnete“ meine, dass sich vielleicht noch etwas bewegen ließe.

Adelt: Fördergebiet zu klein

Auch der Hofer SPD-Landtagsabgeordnete Klaus Adelt, der sich grundsätzlich lobend über die Initiative des Freistaats geäußert hat, moniert in einer Mitteilung, dass das Fördergebiet sehr klein abgesteckt sei. „Die Tatsache, das Gefrees oder Bad Berneck außen vor sind, ist nur schwer vermittelbar.“

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