Die ersten Szenen des 2. Franken-Tatort

Im August fand ein Teil der Dreharbeiten für den zweiten Franken-"Tatort" an Röthenbach an der Pegnitz statt. Der BR-Krimi soll noch in diesem Frühjahr ausgestrahlt werden. Archivfoto: Kerstin Fritzsche

Im Rahmen des Filmbrunches am Freitag in München wurden die ersten 15 Sekunden des neuen, zweiten Franken-"Tatorts" des Bayerischen Rundfunks veröffentlicht. Wir versuchen daraus schon abzuleiten, was uns beim zweiten Fall von Felix Voss und Paula Ringelhahn erwartet.

Eines ist schon von den Dreharbeiten im Nürnberger Land im Juli und August, die auch der Kurier besuchen durfte, klar: Der zweite Franken-"Tatort" "Das Recht, sich zu sorgen" wird düster. Und er behandelt nicht nur einen Fall, sondern gleich drei. Die irgendwie miteinander zu tun haben. Dafür ermitteln die Kommissare Paula Ringelhahn und Felix Voss mit ihrem Team vor allem in Würzburg.

Nach dem Filmbrunch am Freitag, einer Art Branchen-Treff für die bayerische TV-Produktion, veröffentlichte der Bayerische Rundfunk die ersten 15 Sekunden des neuen Regionskrimis, der noch in diesem Frühjahr ausgestrahlt werden soll.

Was sich daraus noch so ableiten lässt:

Eine Jugendliche mit traurigem Gesicht ist zu sehen. Es ist nicht klar, ob sie die Entdeckung der Leiche(n) macht. Aber man weiß: Hier lauert eine hässliche Geschichte hinter der Geschichte. Eine Familien-Tragödie, bei der die Schwächsten, die Kinder, wieder auf der Strecke bleiben und vermutlich am meisten zu leiden haben.

Es führt in menschliche Abgründe. "Nicht nur das Schönste ist im Körper des Menschen. Sondern auch das Furchtbarste." sagt eine Männer-Stimme. Die Morde und die Motive für sie werden grausam sein. Kann aber auch ein Hinweis darauf sein, dass pathologisch und psychologisch mehr hinter dem steckt, was die Oberfläche erst einmal präsentiert. Analogien zu Serien wie "Cold Case - Kein Opfer ist je vergessen" oder "Bones - Die Knochenjägerin" drängen sich auf.

"Ich brauch deinen Rat, ich hab hier ein Problem", sagt eine Ärztin oder Psychologin in ein Telefon. Auch das ein Hinweis auf die Komplexität des bzw. der Fälle. Es geht im zweiten Franken-"Tatort" nicht "nur" um einen Mord, sondern auch dessen Folgen. Was offenbar auch ausgebildete Experten herausfordert und an ihre Grenzen bringt.

Die Hürde liegt hoch

Klar: 15 Sekunden - da kann man schwer etwas aussagen über 90 Minuten Film. Bleibt der BR bei seinem Franken-"Tatort" aber seiner Linie treu, so darf man davon ausgehen, dass es weder einfache Fälle gibt, noch Antworten auf alle Fragen, die sich daraus ergeben. Schon gar nicht einfache. Max Färberböck ist mit dem ersten Franken-"Tatort" "Der Himmel ist ein Platz auf Erden" ein feinsinniges Psycho-Drama gelungen, das gleichsam Raum bot für die Entwicklung der Figuren und genug Lokalkolorit. Genau das ist auch das Erfolgrezept der Regionskrimis in Buch-Form. Die Franken lieben ihren "Tatort" schon jetzt. Die Hürde liegt also hoch für den jetzigen Regisseur Andreas Senn.

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