Der Kerwa-Streit ist beigelegt

Die Familie Schramm und Alexander Herrmann haben sich versöhnt. Der Streit um die Wirsberger Kerwa ist beigelegt. Foto: Werner Reißaus

Bei einer Tasse Kaffee kann man nicht nur entspannen, sondern auch manchen unliebsamen Konflikt schlichten. So geschehen am Montagnachmittag im Wirsberger Rathaus. Dort brachte Bürgermeister Hermann Anselstetter das Schaustellerehepaar Steven und Jessica Schramm sowie den Starkoch Alexander Herrmann an einen Tisch.

Nach einer Stunde stellte Anselstetter erfreut fest: „Ich bin sehr glücklich, dass der Kerwa-Konflikt gelöst wurde. Ich bedanke mich bei unserem Fernsehkoch Alexander Herrmann mit seinem Management und unseren Schaustellern Jessica und Steven Schramm für die Offenheit zu zahlreichen Gesprächen, die wir seit Ausbruch der Dissonanzen am Kirchweih-Sonntag geführt haben.“

Video bei Facebook

Wie berichtet, hatte sich die Familie Schramm von Alexander Herrmann beleidigt gefühlt, weil dieser ein selbst gedrehtes Video auf Facebook gestellt hatte, in dem er die Schausteller mit Zombies verglich. Am Kirchweih-Montag blieben die Stände und Fahrgeschäfte dann geschlossen und Familie Schramm kündigte an, nicht mehr nach Wirsberg zu kommen.

Statt „nachzukarten“, wurde am Dienstag der Blick nach vorne gerichtet und Ideen entwickelt, wie die Wirsberger Michaeli-Herbstkirchweih attraktiver werden kann. Der Schaustellerbetrieb Schramm wird dem Markt Wirsberg treu bleiben und Alexander Herrmann wird helfen, die Kirchweih attraktiver zu machen.

Erleichtert

Jessica Schramm, die in Wirsberg aufgewachsen ist, zeigte sich froh und ein Stück weit erleichtert, dass die Parteien im Sitzungszimmer des Wirsberger Rathaus „die Friedenspfeife geraucht haben“. „Es war eine entspannte und lockere Atmosphäre, und für mich und meinen Mann war es eine schöne Geste, dass sich Alexander Herrmann persönlich bei uns entschuldigt hat. Wir sind nicht nachtragend und wir wissen, dass er ein schwer beschäftigter Mann ist.“

Unglückliche Umstände

Jessica Schramm, die mit der dreijährigen Tochter Ashleyn in der Regel am Stammsitz der Schaustellerfamilie in Rehau bleibt, ist froh und dankbar, dass nunmehr wieder Frieden eingekehrt ist: „Es ist eine Menge Staub aufgewirbelt worden, aber jetzt können wir wieder ruhig schlafen.“ Für Alexander Herrmann war es einfach eine Verkettung unglücklicher Umstände. Es sei einfach von beiden Seiten aus dumm gelaufen und nicht annähernd so gewollt gewesen. Gleich zu Beginn der Aussprache entschuldigte er sich in aller Form bei Steven Schramm.

Kompliment für Bürgermeister

Alexander Herrmann: „Ich möchte aber auch unserem Bürgermeister ein Kompliment machen, denn er hat sich noch am Kirchweih-Sonntag mit mir in Verbindung gesetzt. Daraufhin habe ich das Video aus dem Netz genommen. Er bot mir auch gleich an, dass wir uns zusammensetzen und das gemeinsam klären. „

Was Anselstetter angeht, stellte Herrmann noch fest: „Wir haben einen besonnenen Bürgermeister. Er hat vom ersten Moment souverän gehandelt. Davon war ich sehr beeindruckt und bin ihm auch sehr dankbar.“

Wenn es vom Wetter her noch passt, will Alexander Herrman in Zusammenarbeit mit Steven Schramm an einem Sonntag noch ein Karussell für die Wirsberger Kinder auf dem Marktplatz aufstellen.

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