Den Favorit zu Gast Haspo will den Klassenprimus ärgern

Die Sprungkraft ist die große Stärke von Gary Hines (rechts). Unser Bild zeigt den Torjäger des HSC Bad Neustadt im Trikot der US-Nationalmannschaft bei einem Testspiel im August in Solingen gegen den Bergischer HC. Die amerikanischen Exoten unterlagen dabei dem Bundesligisten mit 18:40. Foto: Imago

HANDBALL. Einen stärkeren Gegner hat die Herren-Bayernliga in der laufenden Saison wohl nicht zu bieten. Haspo Bayreuth (4.) empfängt am Samstag um 19.30 Uhr im Schulzentrum Ost den auch nach elf Spieltagen noch verlustpunktfreien Tabellenführer HSC Bad Neustadt und will den haushohen Favoriten zumindest ordentlich ins Wanken bringen. Bislang hat dieses Kunststück in der bayerischen Königsklasse allerdings noch keine Mannschaft wirklich geschafft und so steuert der Drittligaabsteiger aktuell sehr zielsicher Richtung Meisterschaft.

„Ohne Frage, Bad Neustadt war schon vor der Saison der haushohe Favorit und ist dieser Rolle bislang problemlos auch gerecht geworden“, adelt Haspo-Trainer Michael Werner den kommenden Gast in höchsten Tönen. „Genau für solche großen Herausforderungen haben wir uns aber durch die lange Sommervorbereitung gekämpft und wir wollen versuchen, mit den Besten mitzuhalten.“

Genau dieses „Mithalten“ gelang in dieser Saison aber nur den wenigsten Gegner des HSC Bad Neustadt. Die Unterfranken erledigten ihre bisherigen Prüfungen nämlich meist im Schnelldurchlauf. So zerlegte der HSC nicht nur die abstiegsgefährdeten Mannschaften aus Landshut (38:14), Rothenburg (32:16) und Würm-Mitte (40:23) in eindrucksvoller Manier, sondern bewies auch schon gegen Spitzenmannschaft wie Friedberg (20:15) und Günzburg (32:24) sein Können. Lediglich in den unterfränkischen Derbys beim TSV Lohr (23:18) und in Rimpar (21:20) tat sich die Mannschaft um Trainer und Ex-Nationaltorhüter Chrischa Hannawald schwerer und wäre beinahe gestolpert.

Die große Trumpfkarte des letztjährigen Drittligisten und ehemaligen Zweitligisten ist dabei die körperlich ungemein starke 6:0-Abwehr. Mit im Schnitt gerade einmal 18,9 Gegentreffern kassierte die Mannschaft von der Saale nur vier Mal mehr als 20 Gegentreffer.

Zahlreiche Waffen in der Offensive

Sollte die Defensive um den höherklassig erprobten Abwehrchef und Kreisläufer Julian Bötsch (2. Bundesliga bei der DJK Rimpar) doch einmal einen etwas schwärzeren Tag erwischen, verfügt der Titelfavorit offensiv auch noch über zahlreiche Waffen. Neben den wurfgewaltigen Rückraumschützen Konstantin Singwald (35 Tore) und Vilim Leskovec (41 Tore) ist der sprunggewaltige US-Nationalspieler Gary Hines wohl der bekannteste Spieler in Reihen des HSC. Mit 68 Treffern führt er die interne Torschützenliste an, ist damit drittbester Schütze der Bayernliga und stellte seine athletischen Fähigkeiten gerade erst wieder beim RTL-Format Ninja Warrior Germany unter Beweis. Der absolute Kopf der Mannschaft ist aber Spielmacher Maximilian Schmitt, der nicht nur selbst torgefährlich ist (57 Tore), sondern mit seinem schnellen Antritt auch immer wieder große Lücke für seine Nebenleute in die gegnerischen Abwehrreihen reißt.

Haspo braucht einen Sahnetag

Die Mannschaft der beiden Haspo-Trainer Michael Werner und Marc Brückner benötigt also wohl einen echten Sahnetag, um diesen übermächtigen Gegner in Gefahr bringen zu können, zumal man nach wie vor nicht in Bestbesetzung antreten kann und neben den bekannten Langzeitverletzten nun auch definitiv bis Jahresende auf Torhüter Nick Tornow verzichten muss.

„Wir brauchen einen richtig guten Tag und ein tolle Atmosphäre in unserer Halle“, hofft Brückner wieder auf zahlreiche, lautstarke Unterstützung von den Rängen des Schulzentrum Ost. „Wir wollen Bad Neustadt das Leben so schwer wie möglich machen und werden uns sicherlich zu keinem Zeitpunkt vorzeitig geschlagen geben.“

 

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