Das Gemeinschaftshaus auf dem Abenteuerspielplatz am Meranierring soll für bis zu 300 000 Euro erneuert werden Abenteuerspielplatz: Die Hütte rutscht!

Bei gutem Wetter kommen über 50 Kinder an einem Tag. Anders als auf Spielplätzen üblich, kann auf diesem nämlich gehämmert, gesägt und gebastelt werden. Zum Klettern und Trampolin springen kommen auch die Kinder des Heilpädagogischen Zentrums hierher. Grund genug, findet die Fraktion Junges Bayreuth im Stadtrat, in den Abenteuerspielplatz am Meranierring endlich einmal wieder Geld zu investieren. Und das 28 Jahre alte, schief stehende und nicht isolierte Gemeinschaftshaus durch ein neues zu ersetzen.

Die Hütte auf dem Abenteuerspielplatz am Meranierring ist in die Jahre gekommen. Genau 28 Jahre hat das Haus, das 1989 nach einem Brand übergangsweise aufgestellt wurde, jetzt schon auf dem Buckel. Eine Dämmung fehlt, genauso eine Toilette für Bedienstete. Geheizt wird mit einer Elektroheizung. Dort, wo Viktor Fix, der Leiter des Spielplatzes, seinen Arbeitsplatz hat und bei schlechtem Wetter Kinder Billard und Computer spielen, ist es im Sommer zu heiß und im Winter zu kalt. Dazu kommt: Das Gelände, auf dem die Hütte steht, fällt steil ab. Ein stabiles Fundament sucht man vergebens. Folglich haben sich Metallpfosten, die Mitarbeiter des Stadtbauhofes vor Jahren direkt neben dem Haus in den Boden geschlagen haben, bereits um 20 Zentimeter verschoben.

Wenig einladend im Eingangsbereich

Als der Spielplatz im vergangenen Jahr seinen 40. Geburtstags gefeiert hat, habe es die Stadt versäumt, ihn im neuen Glanz erscheinen zu lassen, sagen die Mitglieder der Fraktion Junges Bayreuth. Stattdessen stehe die Hütte, die einst vom Klinikum an den Meranierring gebracht wurde, immernoch wenig einladend im Eingangsbereich des Abenteuerspielplatzes.

Hütte fällt den Einsparversuchen zum Opfer

Dabei gäbe es Pläne, das zu ändern, schon seit Jahren. Das Hochbauamt habe ausgerechnet, dass die Stadt für eine neue Hütte, die den Ansprüchen des Jugendamtes genüge, rund 400.000 Euro ausgeben müsste. Weil aber an den einzelnen Posten im städtischen Haushalt gekürzt worden sei, seien von den einst 400.000 Euro nur noch 200.000 stehen geblieben. Zu wenig für eine vernünftige Lösung, finden Stefan Schuh und Christopher Süss. Mindestens 300 000 Euro seien nötig, sagen die beiden Stadträte und verweisen darauf, dass in den vergangenen Jahren auch das Budget für das Holz, das auf dem Abenteuerspielplatz von Kindern verbaut werden kann, von 4000 auf 2500 Euro gesenkt worden sei. Auch beworben werde die Möglichkeit, sich mitten in der Stadt in der Natur auszutoben, kaum. Verglichen mit der Ferienspielstadt Mini Bayreuth werde der Abenteuerspielplatz unter Wert verkauft, sagen Schuh und Süss.

Drei Varianten im Bauausschuss

Am 11. November wird der Bauausschuss jetzt über den Neubau der Hütte beraten. Stadtbaureferentin Urte Kelm will dem Gremium dann drei Varianten vorstellen. In zwei Fällen würde das Budget von 200.000 Euro genügen, eine Variante soll 300.000 Euro teuer sein. Dann müssen die Stadträte entscheiden, ob sie entgegen der Sparbemühungen der vergangenen Jahre doch weitere 100.000 Euro locker machen. Kelm sagt: „Die Schwierigkeit in der Vorbereitung des Projekts besteht in der gekürzten Mittelausstattung für 2017, die eine sachgerechte Lösung orientiert am Bedarf des Jugendamts nur mit Einschränkungen möglich macht.“

Künftig soll auch samstags offen sein

Kommt die neue Hütte, wollen sich die Mitglieder des Jungen Bayreuth gleich für noch eine Verbesserung stark machen. Dann soll der Abenteuerspielplatz am Meranierring, der derzeit nur Werktags von 13.30 bis 19 Uhr geöffnet hat, auch am Samstag zum Handwerken einladen. Weil es zum Konzept des Spielplatzes gehört, dass immer eine Aufsichtsperson anwesend ist, wird auch das die Stadt Geld kosten.

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