Dämonentanz-Festival in Trockau

Erst die stille, heilige Nacht, zwei Tage später die schrille, harte Nacht: Auch dieses Jahr fand das Dämonentanz-Festival im Musiccenter Trockau statt. Im ausverkauften Haus fanden zahlreiche Metaller auch dieses Mal den Weg zum Highlight des Jahres, das am Dienstag zum vierten Mal stattfand.

Das Festival zieht zahlreiche Besucher auch aus dem benachbartem Ausland an; die Besucherzahl wächst mit jedem Jahr. Zum ersten Mal fand das Geschehen auf zwei Areas statt. Dazu fünf Bands und sieben Stunden Nonstop- Musik, wie es sich für ein richtiges Festival gehört. Die Band Stahlmann aus Göttingen eröffnete den Abend mit einer Mischung aus Alternative Metal, elektronischer Musik und Neue Deutsche Härte.

Zeitgleich begann die Coverband Justice aus Franken, mit ihren Programm auf der zweiten Bühne. Nach einer kurzen Pause rockten Megaherz die Hauptbühne mit Frontmann „Lex“ (Alexander Wohnhass) und brachten die Menge in Feierlaune.

Die Pommesgabel schwingt

Für Ramona (20) aus Auerbach ist es das absolute Weihnachtserlebnis. Zusammen mit ihrem Freund Christian (25) haben sie die Pommesgabel ordentlich schwingen lassen. So wie Vanessa (17) aus Speichersdorf, die ihre Lieblingsband gefeiert hat – zwei Tage vorher saß sie noch mit der Familie still und besinnlich am Weihnachtsbaum, ein paar Tage später will sie es dann doch nicht mehr so ruhig. Dann „braucht es etwas mehr für die Ohren“.

Aber auch auswärtige Leute wie der 33-jährige Ingenieur Daniel aus Wesel wollen das. Der ist tatsächlich über 550 Kilometer angereist ist, um dieses Festival zu besuchen – und er fährt noch in der selben Nacht wieder in seine Heimat. Was es dafür braucht?: „Jede Menge Kaffee und besonders viele Ruhepausen.“

Aus Stuttgart und Wesel

Für den Schüler Fabien, der zum zweiten Mal aus Stuttgart zum Dämonentanz kommt, war es wieder ein schöner Jahresabschluss. Mancher kreative Fan lies sich etwas Besonderes einfallen, um seinem Idol noch näher zu sein. Ein Fan bastelte sich die Maske von West, dem Bassisten von Hämatom.

Nach einer etwa 25-minütigen Umbaupause bestiegen schließlich nun Hämatom, die Headliner des Abends, die Bühne. Mit einer Mischung aus harten rockigen Klängen und einer Pyroshow heizten sie dem Publikum ordentlich ein. Auch die Karriere der Jungs, die das Festival ins Leben gerufen haben, kann sich sehen lassen. Die nun seit 13 Jahren bestehende Metal-Band kann schon einige Höhepunkte ihrer Laufbahn aufweisen. Sie rockte mit Rammstein in Sofia in Bulgarien und vor 30 000 Menschen auf dem Wacken-Open-Air.

Stimmung im Dämonenland

Zum Abschluss betraten To the Rats and Wolves die Dämonen-Stage. Mit ihrem Trancecore brachten sie Stimmung in das Dämonenland und schlossen den Abend mit einer mitreisenden Performance ab. Wer noch nicht genug vom Headbangen hatte, konnte den Abend bis 2.30 Uhr in der zweiten Area bei Justice ausklingen lassen.

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