Dach der Welt Mount Everest wird neu vermessen

Der Sonnenuntergang färbt den Gipfel des Mount Everest (Nepal). Foto: Zhang Rufeng/XinHua

Nepal hat ein Team zum Mount Everest geschickt, um ihn neu zu vermessen. Der Premierminister des Himalaya-Staates, Khadga Prasad Sharma Oli, verabschiedete in der Hauptstadt Kathmandu feierlich einen staatlichen Gutachter und drei Sherpas.

Kathmandu - Nepal hat ein Team zum Mount Everest geschickt, um ihn neu zu vermessen. Der Premierminister des Himalaya-Staates, Khadga Prasad Sharma Oli, verabschiedete in der Hauptstadt Kathmandu feierlich einen staatlichen Gutachter und drei Sherpas.

Zwei von ihnen sollen den höchsten Berg der Welt erklimmen und mit GPS-Geräten die Höhe und Position der Spitze festhalten, während die anderen beiden im Basislager bleiben, wie ein Sprecher der für die Vermessung zuständigen Behörde mitteilte. Die Daten würden dann ausgewertet und das Ergebnis im Dezember vorgestellt. Die Expedition wurde seit rund eineinhalb Jahren vorbereitet.

Es ist das erste Mal, dass Nepal den höchsten Berg der Welt selbst vermisst. Zuletzt war er 1954 von indischen Behörden vermessen worden - seitdem gilt die Rekordhöhe von 8848 Metern. Satellitendaten zufolge verschob das schwere Erdbeben in Nepal von 2015 mit mehr als 9000 Toten den Everest aber leicht, sodass der Berg etwas geschrumpft sein könnte.

Die diesjährige Hauptklettersaison, die jedes Jahr nur wenige Wochen im April und Mai andauert und deren Beginn von der Wetterlage abhängt, steht kurz bevor. Jedes Jahr versuchen Hunderte Bergsteiger, den Berg an der Grenze zwischen Nepal und dem von China verwalteten Tibet auf nepalesischer Seite zu bezwingen. Seit der ersten Besteigung im Jahr 1953 schafften es inzwischen mehr als 5000 Menschen auf den Gipfel des Everest, mehrere Hundert kamen jedoch bei dem Versuch ums Leben. Für die Genehmigung bezahlen ausländische Bergsteiger umgerechnet rund 9000 Euro.

 

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