Coburgs Handballer sehr respektabel

Coburgs Torhüter Oliver Krechel riss Mitspieler und Fans dank einer starken Leistung nach der Pause mit. Foto: imago

Erhobenen Hauptes hat sich der HSC Coburg aus dem Wettbewerb um den DHB-Pokal verabschiedet. Der Handball-Zweitligist errang am Mittwoch im Achtelfinale gegen den Deutschen Meister THW Kiel vor 3530 Zuschauern mit 23:27 (9:16) ein sehr respektables Ergebnis.

Ernsthafte Zweifel am Sieg des haushohen Favoriten kamen allerdings nicht auf. Zwar führten die Gastgeber bis zum 6:5 (12.), weil sie zunächst gute spielerische Lösungen fanden und ihre Chancen auch sicher nutzten, doch damit war es nach Umstellung der anfangs sehr offensiven Kieler Abwehr auf eine 6:0-Formation vorbei.

Nun kamen die körperlich klar unterlegenen Coburger kaum noch zu zwingenden Chancen, zumal ihr ohnehin auf der rechten Seite personell geschwächter Rückraum auch noch eine Handverletzung des österreichischen Nationalspielers Romas Kirveliavicius (3 Tore) auf der linken Seite verkraften musste. Zudem gewann Nikolas Katsigiannis im Kieler Tor den Vergleich der Torhüter immer deutlicher.

Torwart Krechel steigert sich

Gerade die Torwartleistung war dann aber der entscheidende Faktor für die weitaus bessere zweite Halbzeit der Coburger. Oliver Krechel steigerte sich zu einer durchgehend starken Leistung mit einigen Glanzpunkten und riss damit seine Vorderleute ebenso mit wie die Zuschauer. Mit viel Kampfgeist in der Defensive und wieder selbstbewussterem Abschluss im Angriff hielten die Gastgeber den Abstand konstant.

Sehenswerte Aktionen

Spätestens beim 14:22 (42.) stand zwar der Sieger fest, aber gegen die dann allmählich auf dem Feld versammelten Kieler Reservisten arbeitete sich der Zweitligist auch mit einigen sehenswerten Aktion bis auf 23:26 (59.) heran.

Die meisten Tore erzielten für Coburg Matthias Gerlich (7/5), Sebastian Kirchner, Florian Billek, Till Riehn und Kirveliavicius (je 3), für Kiel Joan Canellas (6/4), Christian Sprenger, Marko Vujin und Steffen Weinhold (je 4).

Favoriten behaupten sich

Auch in den anderen Spielen setzten sich die Favoriten durch, wobei die Höhe des 36:19-Sieges der SG Flensburg (Eggert 9/3) in Gummersbach überraschte. Ebenfalls klarer als erwartet gewann die MT Melsungen (Sellin 8/3, M. Müller 3) beim ersatzgeschwächten TSV Hannover-Burgdorf (Häfner 7) mit 28:22 (15:11).

es

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