Chaos am Klinikum Wildparker auf Fuß- und Radweg

Der Fuß- und Radweg zwischen Klinikum und Oberpreuschwitz wird von Autofahrern als Parkplatz genutzt, wie das Bild belegt. Foto: Helmut Schilling

BAYREUTH. Seit einiger Zeit hat es sich eingebürgert, den Fuß- und Radweg vom Klinikum Roter Hügel nach Oberpreuschwitz als Parkfläche durch Besucher des Klinikums unter Missachtung der Beschilderung in Beschlag zu nehmen. Das beklagt Anwohner Helmut Schilling. 

Als möglichen Grund dafür nennt er die neu eingeführte Parkgebühr am Klinikum oder die Unkenntnis über die augenblickliche Parksituation auf den diversen Stellplätzen. Seit dem vergangenen Jahr existieren auf dem Areal westlich der bisherigen Parkflächen mehrere Hundert neue Parkplätze, die den Besuchern nicht bekannt oder vom Klinikumgebäude zu weit entfernt zu sein scheinen.

„Es ist dringender Handlungsbedarf angezeigt, um mit endlich klarem Konzept (Parkdeck) das leidige Problem Parken am Klinikum insbesondere im Hinblick auf den zu erwarteten Zuwachs durch Medizinstudenten zukunftsweisend zu lösen“, fordert Schilling. 

Das Gelände des Fuß- und Radweges liege außerhalb des Klinikgeländes und damit nicht im Zuständigkeit, berichtet Xenia Pusch, die stellvertretende Pressesprecherin. „Wir sind nicht befugt, in diesem Bereich Mahngebühren zu erheben. Das wäre Sache der Verkehrsüberwachung der Stadt Bayreuth“, fügt sie hinzu.

Seit der Erweiterung der Parkflächen im Westen mit zusätzlichen 250 Plätzen und der Einführung der Parkgebühren habe sich die Situation „deutlich entspannt“, schildert Pusch. „Zum einen halten wir mit den zusätzlich geschaffenen Flächen weiterhin deutlich mehr Parkplätze vor als es die Stellplatzsatzung der Stadt Bayreuth vorschreibt. Zum anderen liegt es aber sicher auch an der konsequenten Überwachung durch die Firma Fair Parken, die bei widerrechtlich abgestellten Fahrzeugen auf Gehwegen und in Zufahrten Mahngebühren erhebt“, berichtet die Sprecherin. 

Der Parkplatz im Westen sei ebenso wie die bereits vorher vorhandenen Flächen als Parkfläche ausgewiesen und beschildert und mit einem Kassenautomaten ausgestattet. „Unsere Erfahrung zeigt, dass er durchaus gut angenommen wird“, betont Pusch. Ein Parkdeck sei aus bautechnischen und Kostengründen für das Klinikum nicht realisierbar.

Das Klinikum hatte eine Erweiterung der Parkfläche auf der gegenüberliegenden Seite angestrebt, die aber nicht genehmigungsfähig war. Der Erweiterungsparkplatz im Westen war daher die einzige realisierbare Alternative. Sobald eine endgültige Zusage zu den Planungen bezüglich des Uniprojektes vorliegt, werde mit der Überarbeitung der baulichen Infrastruktur begonnen. In diesem Rahmen werden auch Überlegungen zur Parkraumerweiterung angestrengt.

Beim Straßenverkehrsamt der Stadt sind seit Einführung der Parkgebührenpflicht keine Beschwerden über Falschparken im Bereich des Klinikums eingegangen, berichtet Stadt-Pressesprecher Joachim Oppold. Die Preuschwitzer Straße liege außerhalb des Zuständigkeitsbereichs der städtischen Verkehrsüberwachung, das Umfeld des Klinikums werde aber von der Polizei regelmäßig bestreift.

„Größere Probleme konnten dem Straßenverkehrsamt aber auch von dort nicht bestätigt werden. Verstöße von parkenden Fahrzeugen auf Rad- und Fußwegen gab es nur in Einzelfällen“, schildert Oppold. 

 

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