Champions League Bamberger starten in die Playoffs

Erfolgreichster Bamberger Punktesammler in der Champions League ist Tyrese Rice (rechts) mit einem Schnitt von 15,2 Zählern pro Spiel. Unser Bild zeigt den Spielmacher im Duell mit dem früheren Bundesligaspieler David Holston (links), der für den französischen Vertreter JDA Dijon spielt. Foto: Imago

BASKETBALL. Als einzige der vier deutschen Mannschaften in der Champions League startet Brose Bamberg heute in die Playoffs. Als Dritter der Gruppe C hat der Pokalsieger im Achtelfinale am Mittwoch um 20 Uhr den türkischen Vertreter Banvit Bandirma zu Gast, der in der Gruppe A den zweiten Platz erreicht hat.

Der letztjährige Gruppengegner von Medi Bayreuth, der 2017 im Finale stand und 2018 das Viertelfinale erreichte, hat die Hauptrunde mit neun Siegen und fünf Niederlagen abgeschlossen. Dabei gewannen die Türken unter anderem zweimal gegen die Riesen Ludwigsburg (89:76, 88:76). Ihr erfolgreichster Werfer mit 16,2 Punkten pro Spiel ist der erst im Dezember nachverpflichtete amerikanische Shoo-ting Guard Gary Neal, der zuvor für Saragossa in Spanien gespielt hatte und die Erfahrung aus mehr als 350 NBA-Spielen vorweisen kann. Eine Stärke des aktuellen Tabellenelften der ersten türkischen Liga ist aber die Ausgeglichenheit, denn noch fünf weitere Spieler kommen im Schnitt auf zweistellige Punktzahlen.

„Wir müssen es schaffen, sie offensiv zu stoppen. Vor allem im Eins-gegen Eins müssen wir aggressiv sein“, wird Brose-Trainer Federico Perego in einer Mitteilung des Vereins zitiert. „Daher, einmal mehr: Unser Schlüssel wird und muss eine gute und solide Verteidigung sein.“ Auf die „guten 15 Minuten“ beim zurückliegenden Bundesligasieg in Gießen (97:90) müsse man aufbauen: „Banvit hat viele gute individuelle Spieler, die perfekt als Team harmonieren. Wir müssen es schaffen, ihnen unser Spiel aufzuzwingen.“

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Das Rückspiel wird am Mittwoch kommender Woche in der türkischen Hafenstadt Bandirma ausgetragen. Bekanntlich entscheidet dann die Summe beider Ergebnisse über den Einzug ins Viertelfinale. Heute ist somit auch ein Unentschieden möglich, eine Verlängerung kann es nur im zweiten Spiel geben. Der Gesamtsieger dieses Duells trifft dann in jedem Fall auf ein Team aus Griechenland, und zwar den Gewinner der Begegnung zwischen Titelverteidiger AEK Athen und Paok Saloniki.

Bonn und Würzburg im Fiba-Europe-Cup

Während Medi Bayreuth und Riesen Ludwigsburg auf einem der beiden letzten Plätze ihrer Gruppen ausgeschieden sind, setzen die Telekom Baskets Bonn als Sechster der Gruppe B in der Champions League die internationale Saison in den Playoffs des Fiba-Europe-Cups fort. Der Tabellensechste der BBL startet heute mit einem Heimspiel gegen Alba Fehervar aus Ungarn. Die aktuell nur auf Rang zehn ihrer nationalen Liga platzierten Gäste haben die zweite Gruppenphase zwar lediglich als Dritter ihrer Staffel abgeschlossen, aber sie profitierten davon, dass gleich vier der acht sportlichen Absteiger aus der Champions League auf ihr Teilnahmerecht im untergeordneten Wettbewerb verzichtet haben (Avellino, Lietkabelis, Dijon, Straßburg).

Eine schwierigere Aufgabe dürften die von Beginn an im Fiba-Europe-Cup vertretenen Würzburger erwischt haben, die heute bei Avtodor Saratov in Russland antreten müssen. Beide Mannschaften haben von ihren insgesamt zwölf Spielen der ersten und zweiten Gruppenphase jeweils zehn gewonnen. Saratov, wo der Ex-Münchner Boris Savovic unter Vertrag steht, hatte die Saison in der Qualifikation zur Champions League eröffnet und war dort in der ersten Runde denkbar knapp an Fribourg Olympic gescheitert. Nach einem 89:89 beim Schweizer Meister ging das Rückspiel in heimischer Halle überraschend mit 76:78 verloren. „Es ist schon etwas Pech, wenn zwei der stärksten Mannschaften aus der Zwischenrunde bereits im Achtelfinale aufeinander treffen“, äußert sich Würzburgs Trainer Denis Wucherer auf der Internetseite des Clubs. Zusätzlich erschwert wird die Aufgabe dadurch, dass mit Jordan Hulls, Joshua Obiesie und Brad Lösing gleich drei Aufbauspieler ausfallen.

 

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