Champions League ausgelost Medi Bayreuth könnte auf alte Bekannte treffen

Nate Linhart. Foto: Peter Mularczyk

BASKETBALL. Für Medi Bayreuth könnte es in der kommenden Champions-League-Saison ein Wiedersehen mit einigen Gegnern aus der vergangenen geben. Damals war die Mannschaft von Trainer Raoul Korner für die Gruppenphase gesetzt. Diesmal muss sie bekanntlich in der dritten und letzten Qualifikationsrunde ran – und könnte in dieser auf Estudiantes Madrid treffen. Das ergab die Auslosung im schweizerischen Mies.

Die Spanier, die in der heimischen Liga ACB zum zweiten Mal in Folge Elfter geworden sind, mussten bereits im vergangenen Jahr durch die Qualifikation und landeten nach einem 153:145-Gesamterfolg über Donar Groningen in einer Gruppe mit dem Medi-Team. In der Oberfrankenhalle gewannen sie nach Verlängerung 90:84. Das Rückspiel entschied Bayreuth mit 76:68 für sich und belegte am Ende in einem Vierervergleich mit dem späteren Champions-League-Sieger AEK Athen, Reyer Venedig und Estudiantes vor den Madrilenen den letzten Playoff-Platz.

Ob es am 1. (auswärts) und 4. Oktober (daheim) wirklich erneut gegen das Team aus der spanischen Hauptstadt geht, entscheidet sich allerdings erst in den ersten beiden Qualifikationsrunden. Estudiantes trifft zunächst am 20. und 22. September auf den schwedischen Meister Norrköping Dolphins. Der Sieger dieses Duells bekommt es in Runde zwei (25. und 28. September) mit dem Gewinner der Begegnung zwischen Champions-League-Neuling Polski Cukier Torun und Tsmoki Minsk zu tun. Nach Polen, wo Torun Dritter wurde, musste Medi Bayreuth bereits in der vergangenen Saison reisen, allerdings nicht in die Speedway-Hochburg an der Weichsel, sondern ins etwa 300 Kilometer südöstlich gelegene Radom.

Ausflug nach Weißrussland möglich

Mit einem Ausflug nach Weißrussland würde der Bundesliga-Sechste hingegen Neuland betreten. Hauptstadtklub Tsmoki holte in der vergangenen Saison zum zehnten Mal in Serie den Titel. In der Qualifikation zur Champions League hatte Minsk zwar Sigal Prishtina und Budivelnyk Kiew ausgeschaltet, war dann aber knapp an Nanterre gescheitert.

Sollten sich die Bayreuther in Hin- und Rückspiel gegen den Qualifikanten aus den vier möglichen Gegnern durchsetzen, dann würden sie ab dem 9. Oktober in Gruppe D auf drei Bekannte treffen. Der französische Pokalsieger SIG Straßburg und der slowenische Meister Olimpija Ljubljana waren bereits in der vergangenen Saison Gruppengegner des Medi-Teams. Im Achtelfinale bezwang Bayreuth überraschend Besiktas Istanbul. Nach einem 81:76-Heimsieg reichte auswärts ein 84:84 zum Weiterkommen.

Ein wohlklingender Name im europäischen Basketball ist auch der von Virtus Bologna. Allerdings liegen die größten Erfolge schon einige Zeit zurück. Um die Jahrtausendwende standen die Norditaliener dreimal im Finale der Euroleague, die sie 2001 gewannen. Weitere internationale Titel waren der Pokal der Pokalsieger (1990) und die Eurochallenge (2009). In der heimischen Liga landete Bologna nach dem Wiederaufstieg auf dem neunten Platz. Die weiteren Kontrahenten von Medi Bayreuth in Gruppe D wären der belgische Meister BC Ostende sowie die Tabellendritten aus Litauen (Neptunas Klaipeda) und Griechenland (Promitheas Patras).

Die weiteste Anreise in der ersten Qualifikationsrunde haben übrigens der portugiesische Vizemeister FC Porto und der russische Pokalfinalist Nischni Nowgorod. Beide Städte trennen knapp 5000 Kilometer.

Bamberg gegen Titelverteidiger um Ex-Trainer Banchi

Im Gegensatz zu Medi Bayreuth für die Gruppenphase der Champions League gesetzt sind die drei anderen deutschen Vertreter: die Riesen Ludwigsburg in Gruppe A mit Anwil Wloclawek (Polen), Banvit Bandirma (Türkei), Le Mans (Frankreich), Sidigas Avellino (Italien), BK Ventspils (Lettland) und zwei Qualifikanten, die Baskets Bonn in Gruppe B mit Hapoel Holon (Israel), Iberostar Teneriffa (Spanien), Opava (Tschechien), Paok Saloniki (Griechenland), Reyer Venedig (Italien) und ebenfalls zwei Qualifikanten sowie Brose Bamberg in Gruppe C mit CEZ Nymburk (Tschechien), Eskisehir (Türkei), Hapoel Jerusalem (Israel), JDA Dijon (Frankreich), Montakit Fuenlabrada (Spanien), einem Qualifikanten und Titelverteidiger AEK Athen. Neuer Trainer bei den Griechen ist Luca Banchi, der in der vergangenen Saison in Bamberg Andrea Trinchieri abgelöst und das Team noch ins Halbfinale geführt hatte.

 

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