Carpaccio-Wirt: Luxus-Jeep abgebrannt

Ettore Passantinos Auto ist an einer Seite stark durch die Flammen beschädigt. Die Feuerwehr konnte den Wagen schnell löschen. Foto: red

Auto ausgebrannt, Urlaub kaputt: Der Jeep von Ettore Passantino (50), Wirt des Bayreuther Restaurants „Carpaccio“, ging am Donnerstagmorgen bei einem Urlaub in seinem Heimatort auf Sizilien in Flammen auf. Verletzt wurde niemand. Aber sowohl Polizei als auch Passantino gehen von Brandstiftung aus.

Passantino stammt aus dem beschaulichen sizilianischen Örtchen Siculiana. Knapp 4500 Einwohner, viel Landwirtschaft. Immer wieder kehrt Passantino, der seit 32 Jahren in Deutschland lebt, in seinen Heimatort zurück. Dort kennt er noch sehr viele Leute.

Die Feuerwehr rettet den Wagen

Auch in diesen Ferien besuchte er wieder seine Eltern in der Via della Concessione in Siculiana. Den teuren Wagen, ein Jeep Cherokee, hatte er wie üblich direkt vor dem Haus geparkt. Gegen 3.30 Uhr früh hörte er Geräusche, stand aus dem Bett auf und rannte nach draußen. Dort sah er, wie sein 72.000 Euro teurer Jeep in Flammen stand.

Er rief die Feuerwehr. „Die rettete mein Auto“, sagt er. Selbst hat er nicht versucht zu löschen, da er keinen Feuerlöscher zur Hand hatte. Der Brand zerstörte den vorderen Teil des Wagens, nur die Hälfte davon blieb unversehrt.

Passantino weiß nicht, wie er nach Hause kommen soll

Der Schaden liegt laut Passantino zwischen 20.000 und 25.000 Euro. Dass ein knapp ein Jahr alter Jeep einfach nachts in Sizilien Feuer fängt, glaubt Passantino nicht. Er habe eine Vermutung, „ich sage aber nichts“. Er sieht ein mögliches Motiv im „Neid“ seiner Landsleute, von denen er zwei im Verdacht habe. „Ich hab Erfolg, mir geht es gut.“

Die Polizei hat laut der Heimatzeitung Grandangolo die Ermittlungen aufgenommen. Selbst wenn die Täter gefasst sind – für Passantino wird es schwer, aus dem kleinen Ort nach Hause zu kommen. „Kein Fax, kein Bus.“ Jetzt wartet er auf die Papiere aus Deutschland, von der Bank und der Versicherung.

Er weiß noch nicht, ob ihm der vollkasko-versichterte Wagen noch auf Sizilien ersetzt wird oder er zunächst mit dem Flieger nach Hause kommen kann. „Mir geht es schlecht“, sagt er.

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