Bürgermeisterserie Warten auf das Gemeinschaftshaus

Das künftige Gemeinschaftshaus von Goldkronach am Marktplatz. Foto: Peter Rauscher

GOLDKRONACH. Große Projekte, die Goldkronachs Bürgermeister Holger Bär zusammen mit dem Stadtrat in seiner ersten Amtsperiode angestoßen hat, gehen jetzt in die Umsetzung. Der 40-Jährige vom Bürgerblock Nemmersdorf, der bei der Kommunalwahl 2020 erneut antreten will, nannte als größte Vorhaben für 2019 das Gemeinschaftshaus am Marktplatz, die Grundschulsanierung und den Humboldt-Museumspark.

Gemeinschaftshaus: Für das Gemeinschaftshaus, das die Stadt gekauft hat, würden demnächst die Raumpläne des Architekten erwartet, anschließend sollen Förderanträge gestellt werden. Denkbar sei die Nutzung der neuen Räume durch Jugend und Senioren, auch ein Café-Betrieb wäre möglich, sagte Bär. Die Investitionssumme sei noch nicht abschätzbar, doch rechnet Bär mit einer hohen sechsstelligen Summe. Wann es mit dem Umbau losgeht, kann der Bürgermeister noch nicht sagen. „Mein Wunsch wäre noch in diesem Jahr“.

Grundschule: Ein weiteres Millionending wird die Sanierung der Alexander-von-Humboldt-Grundschule. Die Investitionskosten von gut 1,5 Millionen Euro werden zu 90 Prozent über staatliche Förderung abgedeckt. Ob mit der Sanierung noch 2019 begonnen werden kann, ist nach Bärs Einschätzung aber unsicher, da Baufirmen wegen der Hochkonjunktur derzeit schwer zu bekommen seien.

Museumspark: Schon weit ist die Stadt mit dem Projekt Humboldt-Museumspark, der rund ums Schloss entstehen soll. Die Planungen sind nach den Worten Bärs abgeschlossen, die Zusage der Regierung für eine Förderung liege bereits vor, am 14. Februar werde sich ein Förderverein gründen, danach soll das Konzept der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Der Stadtrat werde noch einen Grundsatzbeschluss fassen. Die Investitionssumme für den Park schätzt Bär auf 1,8 Millionen Euro, wovon 90 Prozent aus Fördermitteln und Zuschüssen gedeckt werden sollen. Der Bau soll möglichst noch 2019 im Humboldtjahr begonnen werden.

Museumsscheune: Im Zusammenhang mit dem Museumspark sei die geplante Sanierung der Museumsscheune neben dem Goldbergbaumuseum zu sehen, die mit Fassadenverschönerung beginnen soll. Die Scheune werde das Museumsangebot der Stadt ergänzen, neben der Buschenschänke sind öffentliche barrierefreie Toiletten und Räumlichkeiten geplant, in denen sich Museumsbesucher treffen und aufhalten können. Die Buschenschänke ist bereits im Betrieb, der Verein Museumsbrauerei Goldkronach braue Goldkronacher Bier.  Abgestimmt werde die Sanierung insbesondere mit der im Museumspark entstehenden „Casa Humboldt“, ein neues Gebäude mit Schulungsräumen und Café auf einer derzeit noch leeren Fläche.

Feuerwehr: Die Feuerwehren Leisau, Sickenreuth, Nemmersdorf und Goldkronach werden, was den aktiven Teil betrifft, am Standort Goldkronach zusammengelegt. Die Feuerwehrvereine sollen an allen Standorten erhalten bleiben. Das Feuerwehrhaus in Goldkronach müsse wegen der Fusion größer werden.

Straßen und Wasser: Mehrere Straßensanierungen will die Stadt in diesem Jahr vorantreiben: Bär nannte die Straße am Goldberg und die Dorfstraße in Nemmersdorf (Maßnahmen des Amtes für ländliche Entwicklung), Teilstücke Silberrose, Reuth, Am Stadtwald. Planungen der Dorferneuerung in Sickenreuth werde das Ingenieurbüro im Frühling vorstellen. Für Brandholz rechnet Bär mit der Fertigstellung des Gemeindehauses in diesem Jahr. Auch die Wasserversorgung wird im Jahr 2019 verbessert. Der Hochbehälter Brandholz solle noch 2019 saniert werden. Ebenso die Zuleitung zum Hochbehälter.

 

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