Bürgermeister Gerd Hofmann rechnet damit Bürgerbegehren, nächster Anlauf?

Bürgermeister Gerd Hofmann geht davon aus, dass die Gegner eines Rathausneubaus einen weiteren Anlauf in Sachen Bürgerbegehren unternehmen werden. Foto: Archiv/Stefan Brand

Die Uhr ist wieder zurückgedreht: Nachdem der Gemeinderat der Empfehlung des Landratsamtes folgte und den Antrag auf ein Bürgerbegehren gegen den Bau eines neuen Rathauses und für eine Verwaltungsgemeinschaft mit der Nachbarkommune Waischenfeld aus formalen Gründen abgelehnt hat, gilt wieder der alte Sachstand. Sprich: Die vorübergehend auf Eis gelegten Planungen für einen Rathausneubau laufen wieder an. Vorerst zumindest.

Denn Bürgermeister Gerd Hofmann ist überzeugt: „Da kommt noch was nach.“ Also ein neuer Anlauf für ein Bürgerbegehren, mit geänderter Fragestellung. Denn die erste Version war aus Sicht des Landratsamts nicht eindeutig genug formuliert. Weil sie zwei Themen miteinander verknüpfte und damit nicht ein klares Ja oder ein klares Nein als Alternative bot. Auch der Körzendorfer Jonas Gleich, einer der Initiatoren, hatte nach der Gemeinderatssitzung im Kurier-Gespräch bestätigt, dass die Unterstützer des Bürgerbegehrens neue Überlegungen anstellen.

"Setze gefasste Beschlüsse um"

Das auch im Gemeinderat sehr heftig diskutierte Thema hat auch die Verabschiedung des Haushalts für 2017 verzögert. Weil unbekannt war, ob da jetzt ein Posten für den Rathausbau einzustellen ist oder nicht. Das ist immer noch unklar, aber länger warten könne man nun nicht mehr, so Hofmann. Er sei nach aktuellem Stand verpflichtet, die Beschlüsse des Gemeinderats umzusetzen – „und das werde ich auch tun“.

Etatposten muss nicht ein neues Rathaus meinen

Doch was bedeutet das konkret für den Etat, den die Gemeinde als letzte im Landkreis Bayreuth auf den Weg bringen wird? Nun, sagt Hofmann, auch wenn ein Neubau für das schadstoffbelastete alte Rathaus mit 1,5 bis zwei Millionen Euro zu Buche schlägt und damit bei den Ausgaben den dicksten Brocken ausmachen würde, müsse dieser Posten ja nicht ausschließlich für diesen Zweck ausgewiesen sein. Sondern könnte zum Beispiel unter dem Oberbegriff Gemeindeentwicklung laufen. Da werde der Kämmerer schon die richtige Wortwahl treffen, sagt Hofmann. Er will den Haushalt definitiv in nächster Zeit verabschieden lassen, vielleicht noch im Juni, spätestens aber im Juli.

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