BSV Bayreuth verliert nach 2:0-Führung

Zwei Sätze lang stark, dann von der Rolle: der BSV mit Kapitän Fabian Buck. Foto: Peter Kolb

Auf den ersten Blick unglaublich: Da führt der Spitzenreiter der Herren-Bayernliga Nord in seinem Spiel beim Tabellenvorletzten mit 2:0, hat die ersten Sätze dominiert (25:12, 25:14) – und verliert diese Partie noch! So erging es dem BSV 98 Bayreuth beim TV Faulbach. 20:25, 15:25 und 13:15 endeten die Durchgänge drei bis fünf aus Sicht des Favoriten.

Titelanwärter VfL Volkach nutzte diese unfreiwillige Steilvorlage des letzten Aufstiegskonkurrenten, schlug den VC Amberg tags darauf 3:1 und hat nun 32 Punkte, zwar zwei weniger als die Bayreuther, die aber zwei Begegnungen mehr ausgetragen haben.

Im ersten Satz spielten die Bayreuther druckvoll und entschlossen. Sie zwangen den Gegner mit scharfen Aufschlägen in die Defensive und gingen schnell in Führung. Die Faulbacher ließen sich überrumpeln und kamen auch im folgenden Abschnitt nicht auf die Beine.

Zwei Sätze leicht gewonnen

Im Bayreuther Angriff überzeugte Mannschaftskapitän Fabian Buck mit vielen Punkten. Zudem war der Block oft zur Stelle und entschärfte die Bälle des Gegners. Nach dem Gewinn des zweiten Satzes schien der Gast, der das Hinspiel mit 3:1 für sich entschieden hatte, erneut auf der Siegerstraße.

An die gute Leistung konnten die BSVler im dritten Durchgang aber nicht mehr anknüpfen. Mit 0:3 und 10:16 lagen sie zurück. Die Faulbacher hatten im Zuspiel gewechselt und waren jetzt auch mutiger im Aufschlag. So machte die BSV-Annahme zu viele Fehler, und Zuspieler Axel Kleinscheck konnte seine Angreifer nicht mehr wie gewohnt in Szene setzen. Als der Faulbacher Block zweimal erfolgreich agierte, war der Satz entschieden.

Kleiner Kader - keine Impulse

Und es gelang den Oberfranken  im unterfränkischen Landkreis Miltenberg nicht mehr, dem Spiel eine erneute Wende zu geben. Da sie aufgrund von Verletzungen und Krankheiten nur mit einem kleinen Kader und ohne Trainer angereist waren, konnten sie auch nicht durch Wechsel neue Impulse geben. Deutlich hatten die BSVler nun gegen starke Faulbacher das Nachsehen.

Auch im Tiebreak fanden die Bayreuther nicht die Mittel, sich gegen die drohende Niederlage zu wehren. Ihr Spiel war von vielen Fehlern in Angriff und Aufschlag geprägt. Während die Gastgeber sich nun warmgespielt hatten, stand den Gästen die Verzweiflung ins Gesicht geschrieben. Knapp verloren sie den letzten Satz.

Noch mal gegen Vorletzten

Am kommenden Sonntag (15 Uhr, RWG) geht es daheim wieder gegen einen Vorletzten, nämlich den CVJM Arzberg, der von den Faulbachern auf einen direkten Abstiegsplatz verdrängt worden ist . . .

jw

BSV 98 Bayreuth: Buck, Kaiser, Kleinscheck, Neidl, Nissels, Spantig, Vierneisel, Wißling.

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