BSV 98 will Herrsching beherrschen

Einschwören auf den nächsten, unberechenbaren Gegner: BSV-Trainer Andreas Rüger (Mitte) fordert von seinem Team, am Samstag gegen DJK SB München/Herrsching II entschlossener vorzugehen. Foto: Peter Kolb

Fünf Punkte haben sie nach sieben Spielen auf ihrem Konto; noch einmal so viele – oder besser sogar sechs – sollen in den nächsten beiden Begegnungen dazukommen. Dazu muss der BSV 98 Bayreuth in der Herren-Regionalliga Süd-Ost seine Heimspiele gewinnen.

An diesem Samstag (19.30 Uhr) geht es für den Tabellenzehnten (und damit Vorletzten) in der Halle am Roten Main gegen den VC DJK München Ost/Herrsching II (mit zehn Zählern derzeit Siebter), acht Tage später gegen den TSV Mühldorf (8 Punkte/8.).

„Die Form ist da – das hat unsere gute Leistung in einem ordentlichen Spiel gegen den Tabellenzweiten gezeigt“, urteilt BSV-Trainer Andreas Rüger. Beim 2:3 gegen den TSV Zirndorf habe sein Team „den bisher besten Satz in dieser Saison“ gespielt. Das war der vierte, als die Gastgeber – wie berichtet – mit einem 25:18 den Tiebreak erzwangen. Der ging dann 11:15 verloren, doch Rüger war auch davon angetan, wie seine Jungs den zweiten Durchgang noch zum 25:22 umgebogen hatten. „Das unterstrich wieder, dass wir über das Potenzial für die Regionalliga verfügen“, sagt der Coach. „Insofern bin ich davon überzeugt, dass wir am Samstag sehr gute Chancen haben.“

Erste Herrschinger Garnitur spielt in der Bundesliga

Der Gegner ist ein Fusionsteam der Vereine DJK Sportbund München-Ost und TSV Herrsching. Die erste Garnitur der Herrschinger spielt in der Bundesliga; mit dabei beim selbst ernannten GCDW – soll heißen: „Geilster Club der Welt“ – ist der gebürtige Würzburger Johannes Kessler (25). 2014 war er mit dem Verein vom Ammersee in die höchste Spielklasse aufgestiegen, im Spieljahr 2015/16 hatte er die Fusionierten als Spielertrainer aus der Bayernliga Süd in die 4. Liga geführt. „In den nächsten zwei Jahren noch den Sprung in die 3. Liga zu schaffen, das wäre schön“, sagte Kessler damals.

Das erste Regionalliga-Jahr schloss München Ost/Herrsching II dann mit 12:8 Siegen auf Rang drei ab. Diesmal tut man sich offenbar schwerer. Von sieben Partien verlor die nun von Michael Haneder trainierte Mannschaft vier, vor knapp einer Woche beim SV Schwaig II mit 21:25, 21:25, 14:25 recht glatt.

Gegen TSV Mühldorf, ASV Neumarkt und TV Hauzenberg gelangen Erfolge, dabei gab München/ Herrsching II aber immer mindestens einen Satz ab. In Eibelstadt und gegen Freising holte sich der anstehende BSV-Gegner bei seinen 2:3-Niederlagen noch je einen Punkt. „Sie sind schwer einzuschätzen, setzen womöglich kurzfristig den einen oder anderen früheren Bundesligaspieler ein“, sagt Andreas Rüger über den Gast. „Aber wir müssen uns sowieso auf unsere eigenen Stärken konzentrieren und noch entschlossener werden, sobald sich die Chancen zu Punkten bieten“, deutete der Bayreuther an, worauf in dieser Woche im Training Wert gelegt wurde. Auch gewissen Abwehraktionen standen auf der Agenda ganz oben.

Weil Franz Damaschke nach einer Daumen-Operation in diesem Jahr wohl nicht mehr zum Zuge kommen wird, gibt der sonstige Diagonalangreifer Milan Dörnhöfer beim BSV derzeit den Zuspieler. Rüger: „Das hat er zuletzt sehr gut gemacht, dabei viele Varianten ins Spiel gebracht.“ Und da Fabian Buck und Julius Spantig auf außen stark agierten und Jörg Fredersdorf auf Dörnhöfers sonstiger Position vier „sehr ordentlich“ (Rüger) spielte, ist der Optimismus recht groß, morgen den zweiten Saisonsieg einzufahren. Dabei mithelfen sollen die Fans. „Gut 150 waren gegen Zirndorf da. Und unsere Leistung sollte viele zum Wiederkommen animiert haben“, glaubt der Trainer.

 

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