BSV 98 triumphiert in 72 Minuten

Gute Blockarbeit gehörte zu den Grundlagen für den klaren BSV-Sieg. In dieser Szene gelang es dem überzeugenden Aushilfs-Zusteller Axel Kleinscheck (Mitte) zusammen mit Lukas Schröder (rechts), den Angriff des Dachauers Leon Schiffer (links) abzuwehren. Foto: Peter Kolb

Frohe Weihnachten! Die Regionalliga-Herren des BSV 98 Bayreuth werden ein schönes Fest feiern, denn nach dem glatten 3:0 (25:16, 25:17, 25:15)-Erfolg gegen den ASV Dachau II sind die Perspektiven, die 4. Liga zu sichern, recht günstig. In den fünf Heimspielen bis zum 10. Februar (dazwischen nur ein Auswärtsauftritt) sollen die Weichen für den Klassenerhalt gestellt werden.

Nur zwei Zähler bis zum Tabellensechsten, sogar Rang fünf noch in Reichweite – die Lage stellt sich für den schwach in die Saison gestarteten Aufsteiger mittlerweile gar nicht schlecht dar. Doch der mühelose Triumph gegen die Dachauer in nur 72 Minuten (brutto) darf nicht täuschen: Der mit einer sehr jungen Truppe angereiste Tabellenvorletzte wirkte leblos und leistete nicht viel Widerstand. Selbst der schlaggewaltige Diagonalangreifer Marko Riedlbeck konnte ihn nicht retten. So mancher munkelt, dass man sich beim Drittligisten ASV Dachau mit dem Tausch der beiden Reserve-Teams schon abgefunden hat – die Dritte steht vor dem Aufstieg aus der Bayern- in die Regionalliga, die Zweite geht den umgekehrten Weg.

Rückkehrer Kleinscheckhilft überzeugend aus

Eine Alternative gefunden hat indes der BSV. Axel Kleinscheck aus der Bayernliga-Meistermannschaft schloss die auf der Zuspielerposition entstandene Lücke (Damaschke verletzt, Dörnhöfer nicht da, Gamisch noch nicht erfahren genug) in beeindruckender Weise. „Die Jungs haben es mir aber mit ihrer sehr guten Annahme auch leicht gemacht“, sagte der Rückkehrer.

Weil er nach dem Studienabschluss in Erlangen einen Job angetreten hat, war Kleinscheck fünf Monate ohne echtes Training. Zwei Übungsabende mit den früheren Kameraden genügten nun, dass er scheinbar problemlos die Regie übernahm. „Als wäre er nie weg gewesen“, lobte Coach Andreas Rüger den Routinier, der nun Blut geleckt hat: „Ich will, wenn es geht, wieder mehr trainieren, um für solche Situationen gewappnet zu sein“, kündigte die Nummer 5 an. „Aber nur weil ich die meisten aus den Vorjahren kenne, hat das Zusammenspiel gleich wieder so gut geklappt.“

Die präzisen hohen Zuspiele ihres Stellers nutzten außen Fabian Buck (Kleinschecks Mitspieler bereits beim TV Hausen), Jörg Fredersdorf und Volker Nissels. Jan Wißling und Lukas Schröder punkteten fleißig in der Mitte. Zudem stand der BSV-Block oft sehr gut. So zogen die Gastgeber in jedem Durchgang unwiderstehlich davon: von 6:5 auf 13:6 im ersten, von 7:7 über 14:10 auf 20:12 im zweiten und von 6:7 auf 19:12 im dritten. Da durften auch die Youngster ran: Florian Dreschers Block brachte im letzten Durchgang das 23:14, Gamisch hatte mit einem Pass auf Schröder Anteil am zweiten Matchball, der dann auch verwandelt wurde.

Lob des Trainers war dem BSV-Team gewiss: „Mich hat gefreut, dass wir keinen echten Durchhänger hatten und konsequent auf das 3:0 gespielt haben. Das war ein absolut wichtiger Sieg. Nun gehen wir beruhigt in die Pause.“

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