BSV 98 gegen Schlusslicht klarer Favorit

Nichts anderes als einen Pflichtsieg fordert BSV-Trainer Andreas Rüger (links) von seinem Team. Foto: Peter Mularczyk

Es geht zwar „nur“ gegen den Tabellenletzten – doch der Druck ist hoch. Denn drei Punkte sind fest eingeplant und fast schon Pflicht für die Herren des BSV 98 Bayreuth, um im Abstiegskampf der Regionalliga Süd-Ost keinen empfindlichen Rückschlag hinnehmen zu müssen. Gast in der Turnhalle am Roten Main ist am Sonntag (15 Uhr) der ASV Neumarkt, der keines seiner bisher 13 Spiele gewonnen hat.

Vor allem aber macht die Tatsache, dass die Oberpfälzer in dieser Saison gerade mal drei Sätze für sich entscheiden konnten, die Prellmühler zum hohen Favoriten. Zudem hat die Mannschaft von BSV-Trainer Andreas Rüger bereits in Neumarkt mit 3:0 (25:20, 25:21, 25:21) triumphiert. Insofern sollte der Aufsteiger seinen 18 Punkten drei weitere hinzufügen, um für den Saison-Schlussspurt gewappnet zu sein. In den restlichen fünf Partien geht es für den Tabellenachten dann gegen vier Mannschaften mit Aufstiegsambitionen, gegen die der BSV in der Hinrunde gerade vier Zähler erobern konnte.

Zunächst aber steht der Vergleich mit den Neumarktern von Coach Jürgen Dietrich an. Die stehen vor ihrem dritten Abstieg in Folge, der bereits besiegelt wäre, wenn man in Bayreuth leer ausgeht. 2015/16 gab es in der 2. Bundesliga Süd in 24 Spielen 21 Schlappen – Rang 13. Im Jahr darauf konnte die 3. Liga Ost nicht gehalten werden – 5:17 Siege, Rang zehn unter zwölf Teams vor dem TSV Zirndorf, der aber heuer immerhin auf Rang zwei die Rückkehr in die Drittklassigkeit vor Augen hat.

Am vergangenen Wochenende musste sich Neumarkt bei München/Herrsching II (7./20 Punkte) geschlagen geben und kam in zwei der drei Sätze nicht mal auf 15 Punkte. Zuvor hatte das Schlusslicht in Dachau (9./15), also bei einem weiteren Bayreuther Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt, ebenfalls 0:3 verlorenen. Auch daher rührt der Anspruch des Teams von der Prellmühle, am Sonntag volle Beute zu machen.

In Neumarkt entschieden die Oberfranken die meisten langen und wichtigen Ballwechsel für sich und steckten im dritten Satz auch einen 1:6-Rückstand weg, obwohl sie zwei Handicaps zu verkraften hatten: zum einen das Fehlen von Kapitän und Punkte-Garant Fabian Buck, zum anderen die Blessur von Zuspieler Franz Damaschke, der sich während der Partie am Daumen verletzte, aber trotz eines Kapselrisses weitermachte. Der Neuzugang aus Oelsnitz fehlt dem BSV seitdem und kann auch am Sonntag wohl noch nicht eingesetzt werden. Auch Angreifer Julius Spantig hatte zuletzt verletzt zuschauen müssen, er wollte aber in dieser Woche aufs Parkett zurückkehren.

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