BSV 98 fährt zum Sechs-Punkte-Spiel

Mit einem Einer-Block (Manuel Krieg, rechts) war Kapitän Fabian Buck im Heimspiel des BSV gegen den TV Hauzenberg nicht zu stoppen. Doch am Ende setzten sich die Niederbayern mit 3:1 durch. Foto: Peter Kolb

Hochbetrieb in der Herren-Regionalliga Süd-Ost an diesem Wochenende. Statt der üblichen fünf stehen gleich zehn Begegnungen auf dem Programm, neun der elf Mannschaften müssen am Samstag und am Sonntag doppelt ran. Der BSV 98 Bayreuth hat dabei das für ihn wohl wichtigere Match zum Auftakt in der Fremde, wenn er als Neunter am Samstag (20 Uhr) bei seinem oberen Tabellennachbarn, dem TV Hauzenberg, antritt. Tags darauf (15 Uhr) gastiert der zweitplatzierte SC Freising in der Bayreuther Halle am Roten Main.

Der TV Hauzenberg ist in zwei Kategorien in der Liga Spitze: Sieben der bisher zwölf Spiele, an denen die Niederbayern beteiligt waren, gingen über fünf Sätze. Damit liegen sie in der Tiebreak-Statistik vor Herrsching II (6) und Eibelstadt (5). Und so erklärt sich auch, dass die Spieler aus dem Luftkurort im südlichen Bayerischen Wald im Elfer-Feld die meisten Ball-Punkte (1165) gemacht haben, sogar 35 mehr als Spitzenreiter SV Schwaig II, der noch eine Partie mehr absolviert hat.

Der Aufsteiger aus Bayreuth (1024 Ballpunkte) hat eine Tiebreak-Bilanz von 1:3, sein morgiger Gastgeber von 2:5. Erstaunlich unter diesen Vorzeichen, dass das Hinspiel nicht über die volle Distanz ging, sondern 3:1 (30:32, 25:21, 25:17, 25:20) für den Gast aus dem Landkreis Passau endete. „Wir haben einfach zu viele Fehler im Spielaufbau gemacht. Damit können wir in der Regionalliga gegen sehr gut eingespielte Teams nicht gewinnen“, hatte BSV-Kapitän Fabian Buck nach diesem Spiel gesagt.

Nervenflattern im fünften Satz

Dass den Bayreuthern im fünften Satz zu sehr die Nerven flattern, verneinte im Vorfeld Libero Christian Dinkel: „Ich glaube eher, dass wir in den Phasen, wenn es in einer langen Begegnung an die Substanz geht, merken, dass wir aufgrund unserer Verletzungsprobleme nicht wie gewünscht wechseln können. Und: In dem kurzen Tiebreak-Satz bis 15 sind Fehler, die uns immer mal unterlaufen, noch schwerer wettzumachen als in einem normalen Durchgang, der ja bis 25 Punkte geht.“

Dennoch haben die Bayreuther 14 Zähler auf dem Konto und somit Anschluss zu Relegationsrang acht (Hauzenberg/15) und zu Platz sieben (VC DJK München-Ost/Herrsching II/16). „Uns spornt natürlich an, dass wir in diesem Sechs-Punkte-Spiel am Samstag erstmals einen direkten Absteigerrang verlassen können“, betont Christian Dinkel. Die Stimmung im Team sei weiter gut, den Druck sei man gewohnt, „der ist ja quasi unser ständiger Begleiter“. Schon vor dem 2:3 gegen den TSV Eibelstadt vor einer Woche hatte Trainer Andreas Rüger zwei Siege aus den anstehenden drei Partien als Ziel genannt.

Spantig und Damaschke fallen aus

Julius Spantig und Franz Damaschke werden Rüger und dem BSV auch in dem Aufsteiger-Duell am Samstag fehlen. Dinkel hat großen Respekt vor den Hauzenbergern, die „schon jahrelang zusammenspielen und somit bestens eingespielt sind“. Im Jahr 2018 aber ist der TV noch sieglos. Dem 1:3 in Zirndorf vor einer Woche war ein 1:3 gegen Schwaig II vorausgegangen. „Wir haben nicht unser Optimum gespielt. Vor allem im Block und Angriff waren wir zu inkonsequent, aber trotzdem hätten wir locker einen Punkt holen können“, wurde TV-Libero André Reinlein nach dem Schwaig-Spiel in der „Passauer Neuen Presse“ zitiert. „Fragwürdige Schiedsrichter-Entscheidungen“ hatten ihn und die Kollegen erzürnt.

Sonntag-Gegner SC Freising jagt den Spitzenreiter

Bessere Stimmung dürfte in Freising herrschen, denn der SC wird sein Ziel, besser abzuschneiden als im Vorjahr (Sechster), wohl weit übertreffen. Derzeit jagt er den vier Punkte voraus liegenden Spitzenreiter Schwaig. Freilich lief es zuletzt nicht optimal für Freising: 1:3 gegen Mühldorf, und beim 3:1 gegen den Vorletzten, Dachau II, lag das personell geschwächte Team im dritten Satz schon 14:19 zurück, ehe die Partie noch gedreht wurde.

Das Hinspiel gegen den BSV Bayreuth endete 3:1 (25:21, 25:21, 16:25, 25:22) für die Freisinger. Dabei unterliefen den Oberfranken zu viele Aufschlagfehler. „Die haben uns das Spiel gekostet. Aber es war ein Aufwärtstrend da“, hatte Angreifer Spantig nach der Niederlage geäußert.

Nun aber muss der BSV etwas Zählbares erreichen, will er nach einem möglichen Samstag-Erfolg in der Tabelle nicht gleich wieder abrutschen. Hauzenberg ist am Sonntag in Dachau (10./11 Punkte) Favorit.

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